Moderne Arbeitsplätze

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Symbolischer Akt: Zur Einweihung des neuen Kompetenzzentrums Holz durchschnitten IWL-Mitabeiter ein rotes Band.

Landsberg – Mit Mitarbeitern, Gästen und Vertretern des öffentlichen Lebens haben die Isar-Würm-Lech (IWL) Werkstätten für Menschen mit Behinderung ihr neues Kompetenzzentrum Holz eingeweiht. Der Neubau an der Rudolf-Diesel-Straße bietet Arbeitsplätze für bis zu 150 Menschen und kann bei Bedarf erweitert werden.

Manche Gewerbebauten würden schon nach wenigen Jahren wieder abgerissen, weil sie den Anforderungen nicht mehr entsprechen würden, sagte Sabine Djahanschah von der Bundesstiftung. Dieses Schicksal drohe dem Kompetenzzentrum Holz nicht. „Außen- und Innenwände können versetzt werden, so dass das Gebäude in Etappen mitwachsen kann“, so Djahanschah. Sie lobte die optimale Tageslichtnutzung, die den Raum zu einem freundlichen und hellen Arbeitsplatz mache. 

Moderne Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung sind in den Augen von IWL-Geschäftsführer Joachim Tintelnot ein wesentlicher Faktor der Inklusion. Um gleichzeitig als Unternehmen erfolgreich zu sein, müsse man sich außerdem am Markt orientieren. Die Bedeutung von Arbeit für Menschen mit physischer, psychischer oder geistiger Behinderung unterstrich auch Monika Haslberger als Vertreterin des Vorstands der Lebenshilfe Bayern. „Jeder möchte doch eine Aufgabe haben, sich gebraucht fühlen und zeigen, dass er etwas leisten kann.“ 

In den Köpfen verankert 

Landrat Thomas Eichinger zeigte sich glücklich darüber, dass ein Unternehmen wie IWL im Landkreis ansässig sei. In der Gesellschaft werde das Bedürfnis nach Inklusion immer stärker. Dem trage der neue Kreistag mit einem eigenen Beirat zu dem Thema Rechnung. Behindertenbeauftragte Barbara Juchem forderte, Inklusion müsse in den Köpfen verankert werden, doch gerade in der Arbeitswelt stehe man mit dem Thema noch ganz am Anfang. Den kirchlichen Segen erhielt das Gebäude von Stadtpfarrer Reiner Hartmann und seinem evangelischen Kollegen Detlev Möller.

Ulrike Osman

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