"Einzigartiges" zeigt Wirkung – InCenter Landsberg offiziell eröffnet

Für den Landrat ist es das „Sahnehäubchen der Einkaufsmöglichkeiten“ in Landsberg, für den Oberbürgermeister eine vielfach und seit langem herbeigesehnte Alternative, von der auch die Innenstadt profitiere. In feierlichem Rahmen mit 200 geladenen Gästen ist am Donnerstag Axel Schumanns „Vision“ offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden: das InCenter Landsberg. Gut fünf Wochen nach dem ersten Teilstartschuss bestätige die hohe Kundenfrequenz bei Media Markt, OBI, Sport 2000, Siemes Schuhe, K&L Ruppert und Kaufland, dass es richtig war, in Landsbergs Osten „Einzigartiges“ zu schaffen, so der EEW-Geschäftsführer.

Dieser Einschätzung folgte OB Ingo Lehmann gerne. Er sei froh, dass Schumann trotz aller Widerstände seine Vision vom InCenter Landsberg wahr gemacht habe. Denn die hole nicht nur verloren gegangene Kaufkraft zurück, sondern bringe auch neue aus der Region hinzu. Dies lasse sich anhand der Autokennzeichen auf dem Parkplatz mit den 1250 Stellflächen gut ablesen. Und dass von diesem Kaufkraftgewinn auch die Innenstadt profitiere, belegen laut Lehmann die im März und April deutlich gestiegenen Belegungszahlen in den Tiefgaragen. Auf den Zug des Stadtoberhauptes sprang Landrat Walter Eichner gerne auf. Er sieht im InCenter allen Unkenrufen zum Trotz gar eine „große Chance“ für den Einzelhandel in der Innenstadt – und für den Landkreis: „Was Landsberg gut tut, tut dem Landkreis gut“, befand er. Im nächsten Atemzug beschrieb er das im Freistaat so gerne aufgezeigte Bild von „Laptop und Lederhose“, das man nun im Osten der Lechstadt eindrucksvoll vor Augen habe. Das historische Bayertor, das sei die Lederhose, das InCenter der Laptop. Dieses Bild darf EEW-Geschäftsführer Axel Schumann fortan als „Tourist“ betrachten. Nach zehn Jahren Engagement für das InCenter Landsberger spiele da schon etwas Wehmut mit, gestand er im Festzelt auf dem Penzinger Feld. Und danke all jenen, die ihm geholfen haben, so manchen Stein auf dem holprigen Weg zur Verwirklichung seiner Vision beiseite zu räumen. Intensive Debatten und Streitereien, juristische Auseinander- setzungen, Bürgerinitiative und Bürgerentscheid säumten diesen Weg. Gleichwohl habe, so Stadtpfarrer Thomas Rauch, ein „offener und gerader Weg des Meinungsaustausches“ auf demokratische Weise zu dem InCenter geführt, dem er eine Stunde vor dem Festakt mit seinem Kollegen Detlev Möller den kirchlichen Segen erteilte. Der evangelische Pfarrer bat den Herrgott um Hilfe, dass die Wunden aus der FMZ-Debatte wieder heilen mögen. Exakt eine Dekade lang hat Axel Schuhmann mit seiner Projektentwicklungsgesellschaft EEW aus Sindelfingen am „Drehbuch“ für das Fachmarktzentrum geschrieben und auch „Regie geführt“, was im Juli 2007 in den ersten Spatenstich mündete. Fortan war es die Projektgesellschaft CPM, die auf dem Penzinger Feld den Regieanweisungen Folge leistete – mit einem Landsberger an der Spitze: Projektleiter Florian Reim. Ihm und allen am Bau Beteiligten dankte der EEW-Geschäftsführer ausdrücklich – ebenso den Vertretern der Stadt für ihre „politische Weitsicht“ und Stadtkämmerer Manfred Schilcher für seine „faire, korrekte und stets aufrechte Verhandlungsführung.“ In dem luxuriösen Festzelt nahe dem InCenter ließen sich die EEW-Gäste bis in die frühen Abendstunden hinein rundum verwöhnen. Das Servieren des Fünf-Gänge-Menues überwachte auf eine etwas andere Art das Komikerduo „Knoba Sörwiss“, dazu gab es stilvolle Musik der Band „Südlich von Stuttgart“ und fetzige Rock ’n’ Roll-Showeinlagen des RRC Jahn Landsberg. Als absoluter Brüller des Abends erwies sich Comedian Bodo Bach. Live erkundigte sich der „Hessekop“ via Telefon, ob bei Obi bereits der Film „Die Gartenkralle“ laufe, ob das Klinikum im Juli ein Dreibettzimmer im Schlaflabor frei habe und bei der Polizei, wo denn am Festabend die Kontrollen stationiert seien. Die Lechstädter am anderen Ende der Leitung reagierten passend zum besonderen Anlass jeweils souverän…

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