Einziger Treffer des Tages

Am Erfolg gegen Pipinsried war Benjamin Hauke (rechts), hier noch gegen Illertissen, maßgeblich beteiligt: Er verwandelte den Elfmeter und sorgte somit für das einzige Tor des Tages und somit für den TSV-Sieg. Foto: Krivec

Ein ganz neues Gefühl erlebten die TSV-Fußballer in Pipinsried: Beim 1:0 (0:0)-Auswärtssieg blieben die Landsberger zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor und rückten auf Tabellenplatz vier der Landesliga Südwest vor. Da wundert es nicht, dass sich Spielertrainer Sven Kresin hoch zufrieden zeigte: „Wir haben diesmal die einfachen Dinge gemacht und auch kaum Fehler gemacht. Das ist natürlich ein gutes Gefühl, der Dreier ist Gold wert.“

Zumal man durchaus bei einem starken Gegner gastierte. „Pipinsried war spielerisch eindeutig die beste Mannschaft, auf die wir bisher getroffen sind“, so Kresin. Das half den Gastgebern an diesem Tag aber wenig, da der TSV diesmal nicht bereit war, sich mit individuellen Fehlern selbst um den Erfolg zu bringen. Unter anderem kümmerte sich Hauke aufopferungsvoll um Holzhammer, der zuvor bereits fünfmal getroffen hatte. Was dennoch aufs Tor kam, wurde zur Beute von Markus Obermayer, der diesmal wieder den Vorzug vor Heiland erhielt (Kresin: „Eine Bauchentscheidung“). Zu Beginn allerdings fand man nicht besonders gut ins Spiel, „da haben wir ein bisschen zu ängstlich agiert“. Die zweite Halbzeit ging der TSV dann aber von Einstellung und Aufstellung her ganz anders an. Roland Krötz musste raus, für ihn kam Sebastian Nuscheler, somit ein Außenstürmer für einen defensiven Mittelfeldmann. Die Entscheidung bereitete dann aber ein anderer vor: Nach einem langen Pass von Salemovic spitzelte Engel den Ball an FC-Torhüter Antoni vorbei und wurde dann von diesem berührt – den fälligen Elfmeter verwandelte Hauke nach einer knappen Stunde zum einzigen Treffer des Tages. Dass die Gastgeber nichts zählbares mehr zustande brachten, lag zum einen an einer starken Leistung von Obermayer, aber auch daran, dass ihnen der TSV das Leben mit einer soliden Defensivleistung zusehends schwerer machte. „Damit war das Ergebnis dann auch hochverdient“, meinte Kresin, „Pipinsried hat in der zweiten Halbzeit fast nur noch hohe Bälle in den Sechzehner geschlagen, weil sie keine anderen Optionen mehr hatten.“ Einmal hatten seine Mannen allerdings noch Glück, als der Ball vom Pfosten zurück ins Feld sprang, „aber dieses Fortune muss man sich eben auch erst einmal erarbeiten.“ Das alleine wird am Samstag (15 Uhr, Hacker-Sportpark) allerdings nicht reichen – dann gastiert mit dem FC Gundelfingen der erklärte Aufstiegsfavorit und Tabellenerste in Landsberg. 18 Punkte aus fünf Siegen und drei Unentschieden haben die Schwaben bis jetzt auf dem Konto, für Kresin gibt es aber keinen Grund, warum ihnen nicht ausgerechnet der TSV jetzt die erste Saisonniederlage zufügen sollte. „Gegen den Tabellenführer ist ja sowieso jeder hochmotiviert und will ihn schlagen, da nehme ich mich selbst nicht aus.“ In dieser Woche werde man sich „intensiv“ auf die Partie vorbereiten, „über Gundelfingen weiß ich ja das ein oder andere.“ Zu diesen Informationen gehört unter anderem, dass der FCG spielerisch hoch überlegen auftreten kann, „aber nur, wenn man ihn denn spielen lässt.“ Dem will man von Landsberger Seite von Beginn an mit eigenen Angriffsbemühungen zuvorkommen. Kresin: „Wir sind ja in der Offensive auch nicht gerade eine Allerweltsmannschaft. Das heißt nicht unbedingt, dass wir deswegen automatisch gewinnen, aber wenn wir konzentriert auftreten, ist auch gegen Gundelfingen ein positives Ergebnis möglich.“ In der Defensive wiederum kann der Spielertrainer selbst bereits gegen Gundelfingen etwas überraschend wieder mitwirken. Nach seiner Roten Karte beim 1:5 gegen Illertissen wurde er nur für eine Partie gesperrt, die ist somit bereits abgebüßt.

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