Der "Eistraum am Lech" liegt auf Eis

Weil nach der EVL-Pleite wieder mehr Publikumslauf in der Eissporthalle möglich ist, wird es auf unbestimmte Zeit keinen „Eistraum am Lech“ mehr geben. Foto: Stadt LL

Nach zwei Jahren „Eistraum am Lech“ hat sich’s auf unbestimmte Zeit ausgeträumt. Da mit der Pleite des EV Landsberg auch der Belegungsengpass in der Eissporthalle vorerst der Vergangenheit angehört, wird der inner­- städtische Eislauf ausgesetzt. Einstimmig hat es der Finanzausschuss des Stadtrates am Mittwoch beschlossen.

Am „Eistraum“ selbst lag’s gewiss nicht, ganz im Gegenteil. „Es war einfach nur schön anzuschauen“, brachte SPD-Fraktionschef Ludwig Kaiser die Lobenshymnen seiner Ratskolle­- gen auf den Punkt, eine Attraktion in der kalten Jahreszeit, eine willkommene Belebung der Innenstadt. Man war sich einig: Der Eislauf unter freiem Himmel war weit mehr als nur eine Entlastung der Eissporthalle. Dass der „soziale Treffpunkt für Jung und Alt“ in der Lechstraße auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt wird bedauerte insbesondere Margarita Däubler (SPD). Zu teuer? Ganz anders UBV-Chef Christoph Jell. Er sei ganz froh, dass der Publikumslauf nun wieder in der Eissporthalle stattfinde. Immerhin habe der „Eistraum“ viel Geld gekostet ohne ein echter Ersatz zu sein. Deshalb seien gerade sportlich ambitionierte Eisläufer in die umliegenden Stadien ausgewichen. Insgesamt 115700 Euro hat der Eistraum von November bis Februar laut FUN-Werkleiter Anton Sirch verschlungen. Abzüglich der Einnahmen und der ohnehin anfallenden Kosten für das Kassen­personal blieb unter dem Strich ein Defizit von knapp 50000 Euro. Die Hälfte davon geht zu Lasten des Budgets für die Innenstadtförderung. Angesichts der positiven Wirkung eine akzeptable Größenordung, befand Oberbürgermeister Ingo Lehmann. 130 Besucher pro Tag Auch der zweite „Eistraum am Lech“ habe sich wieder großer Beliebtheit erfreut, erstattete der FUN-Leiter Bericht. Insgesamt 12276 Besucher hätten das Eislaufangebot angenommen, gut zwei Drittel davon waren Kinder. Das sind im Durchschnitt 130 Besucher am Tag, einer mehr als kalkuliert. Besonders gut besucht war die kleine Kunsteisfläche an der Lechstraße im Dezember und Januar. Zusammen mit den 3215 Eisläufern an den Sonntagen in der Eissporthalle verzeichnete FUN in der abgelaufenen Saison fast 15500 Kufenflitzer. Ob es nach der von Werkleiter Sirch vorgeschlagenen „Rückführung“ des Publikumslaufes in die sanierte Eishalle bei dieser Besucherzahl bleibt, wird sich zeigen.

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