Die elfte Familie ist in Gründung

SOS-Kinderdorfleiter Erich Schöpflin (links) ehrte die Jubilare (von links): Regina Hanel-Giggenbach, Anke Hertzsch, Sabine Deusing, Manfred Bauer, Sabine Sperlich, Roger Kretschmann, Nicole Mathauser, Markus Obermair und Anna-Lina Zeth. Foto: Hollrotter

Auf ein sehr ereignisreiches Jahr blickt das SOS-Kinderdorf in Dießen zurück. Im Mittelpunkt stand die Einweihung des neuen Dorfmittelpunkts „Haus Mosaik“, das von den Kindern und Mitarbeitern bereits mit großer Begeisterung genutzt wird. „Obwohl es am Ende reichlich knapp wurde“, erinnert sich SOS-Kinderdorfleiter Erich Schöpflin, wurde das Gebäude am Ende gerade noch rechtzeitig fertig zum großen Fest mit Ministerpräsidentengattin Karin Seehofer und Schauspielerin und SOS-Kinderdorfbotschafterin Ursula Buschhorn.

Die Atmosphäre im neuen Saal sei zwar noch etwas „ungewohnt“, meinte Schöpflin zum Jahreswechsel, doch ihm gefalle das Haus „Mosaik“ sehr gut. Seine Feuerprobe bestand es bereits bei der Einweihung, aber auch bei der Jahresmitgliederversammlung des SOS-Kinderdorfvereins, die erstmals nach fünf Jahren Pause wieder in Dießen stattfand. Außerdem hat Nicole Mathauser bereits ihre Arbeit in dem freundlichen und kindgerechten Therapieraum im Untergeschoss aufgenommen. Dort hilft die Heilpädagogin entwicklungsverzögerten Kindern weiter. Sie ist auch eine der vielen Jubilare, die Schöpflin und Kita-Leiterin Susanne Kretschmann ehrten: Neben Nicole Mathauser, Sabine Deusing, Anna-Lina Zeth und SOS-Kinderdorfmutter Anke Hertzsch wurden auch die im ganzen Kinderdorf sehr beliebten Dorfmeister Manfred Bauer und Markus Obermair für fünf Jahre geehrt. Seit zehn Jahren wirken im SOS-Kinderdorf Sabine Sperlich, Monika Ziesacher, Regina Hanel-Giggenbach, Bang-On Drexler und Roger Kretschmann, der mit seiner Arbeit in der Kunstwerkstatt des Kinderdorfes und mit der Karacho-Band „das Profil des SOS-Kinderdorfes maßgeblich mitprägt“, wie Schöpflin betonte. So stammt auch das große Mosaik an der Nordfassade des „Haus Mosaik“ aus Kretschmanns Kunstwerkstatt. Dieses und noch viel mehr soll in diesem Jahr der Öffentlichkeit bei einem „Tag der offenen Tür“ im SOS-Kinderdorf präsentiert werden. Dann gibt es im Dorf auch eine elfte Familie: Sie wird voraussichtlich im Februar 2012 gegründet. Außerdem will man in Dießen die Zusammenarbeit innerhalb des Kinderdorfs noch weiter verbessern – und natürlich wie gewohnt die Kinder beteiligen, wo es nur geht. Dass die Buben und Mädchen bei all ihren eigenen Problemen auch an andere denken, bewies die diesjährige Ver­leihung des Sozialpreises: Er ging die Kinder der Familie Ute Starck, Ann-Kathrin, Sandra, Elisa, Manuel und Patricia, die beim Sommerfest eine Tombola zugunsten der Hunger leidenden Altersgenossen in Afrika veranstaltet hatten. Kinderdorfmutter Margarete Gehring zeichnete gemeinsam mit Sozialpädagoge Adrian Schmidt zeichneten aber auch Philip aus, der sich ausgesprochen fleißig um den Garten seiner Kinderdorffamilie Cornelia Horn kümmert, auf die Sauberkeit am Hartplatz achtet und immer wieder in der Dorfmeisterei mithilft.

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