Besser geht’s nicht!

Abi-Star mit Traumnote 1,0

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Große Freude über das 1,0-Abitur: Elisabeth Keller im heimatlichen Garten in Apfeldorf.

Apfeldorf/Schongau – Genau eine Apfeldorfer Abiturientin gab es dieses Jahr am Schongauer Welfen-Gymnasium, doch die hat nachhaltig Eindruck hinterlassen: Elisabeth Keller legte mit 1,0 das beste Abitur hin.

Gut war sie schon immer in der Schule, sagt Elisabeth Keller. Wobei: Ein Notenschnitt von 2,0 beim Übertritt von der Grundschule aufs Gymnasium ist nichts Besonderes. Vor allem auf dem Land schicken viele Eltern ihre Kinder damit sogar auf die Realschule. „Ich wollte aber unbedingt aufs Gymnasium“, sagt die 18-Jährige, und zwar nicht nach Dießen oder Landsberg wie andere Apfeldorfer, sondern nach Schongau – des kürzeren Wegs wegen.

Es war offensichtlich die richtige Entscheidung: Am Welfen-Gymnasium war sie von Anfang an bei den Besten dabei, ab der 8. Klasse startete sie richtig durch. Warum, kann sie sich selbst nicht so richtig erklären. „Ich habe mich einfach für viele Fächer interessiert.“ Vor allem die Naturwissenschaften mit Mathe und Physik stehen ganz oben auf der Liste, „nur in Sport bin ich etwas schwächer“, gibt die schlanke und zierliche Person zu – obwohl sie mit dem Hobby Karate wahrlich nicht unsportlich ist.

Für ihre P- und W-Seminare in der Oberstufe setzte Elisabeth nicht auf die Naturwissenschaften, „da war das Angebot nicht so gut“. Im Praxis-Seminar wählte sie Wirtschaft mit dem Bereich Unternehmensgründung. „Dort mussten wir einen Businessplan erstellen und konnten hinter die Kulissen von Firmen blicken, da habe ich viel gelernt.“ Das Wissenschafts-Seminar absolvierte sie in Englisch mit dem NSA-Abhörskandal als Thema, ob die Sicherheit oder die persönliche Freiheit wichtiger sind. Ihre Erkenntnis: gemischt. „Das eine geht ohne das andere nicht“, sagt Elisabeth. „Es hat gedauert, bis ich das passende Thema gefunden hatte, aber ich fand es sehr spannend.“

Als es an die Abiturprüfungen ging, war die Apfeldorferin schon etwas nervös, gibt sie zu. Nur in Mathe sei sie ganz ruhig gewesen – da ist sie einfach zu gut, was die Höchstpunktzahl von 15 Punkten beweist. In Deutsch wurde kurioserweise ein Thema gestellt, dass sie kurz vorher im Unterricht behandelt hatten, da gab es ebenso 13 Punkte wie in Informatik. Bei den mündlichen Prüfungen in Geschichte und Englisch schaffte sie wieder jeweils 15 Punkte.

Und vor der Noten-Bekanntgabe am vorvergangenen Freitag war Keller ebenfalls an- gespannt. „Ich habe gedacht, ein 1,0-Schnitt wäre möglich. Dass es wirklich geklappt hat, ist ein Traum“, sagt sie strahlend. Immer, wenn sie Gratulationen entgegennahm, musste sie sich mit einem kurzen Blick versichern, dass wirklich die 1,0 auf dem Notenblatt steht.

Trotzdem hat sie es ruhig angehen lassen. Elisabeth, die Violine spielt, ging erst noch ins Orchester und zu ihrer Geigenlehrerin, mit den Eltern wurde schön zu Abend gegessen. „Die konnten es gar nicht fassen. Sie wussten, dass ich gut bin, aber so?“, erzählt sie schmunzelnd. Die schöne Halskette als Anerkennung hätte sie aber auch ohne Bestnote von ihren Eltern bekommen.

Was die Zukunft betrifft, da bleibt Elisabeth noch etwas vage. Zuerst einmal steht Lesen, Ausspannen und vor allem lange Ausschlafen auf der Tagesordnung. „Und ich fahre auf jeden Fall mit einer Freundin in den Norden, auch wenn ich noch nicht weiß, wann und wohin.“ Im Herbst will die Apfeldorferin dann studieren, am liebsten in München. „Zur Auswahl stehen Mathe, Physik und Informatik – das ändert sich noch dauernd“, gibt die 18-Jährige zu. Sie dürfte wohl in jedem Fach sehr gut zurecht- kommen.

Boris Forstner

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