Endlich mehr Platz

So ähnlich könnte der geplante Anbau der IWL-Werkstätten nach einem ersten Entwurf des österreichischen Architekturbüros Hermann Kaufmann aussehen. Grafik: Hermann Kaufmann ZT GmbH

500 Menschen mit Behinderung arbeiten in den IWL-Werkstätten, allein der Hauptstandort Landsberg in der Rudolf-Diesel-Straße zählt 200 Mitarbeiter. Dabei waren die Gebäude ursprünglich gerade einmal für 80 Beschäftigte vorgesehen. Aus diesem Grund will das Unternehmen jetzt erweitern. In der jüngsten Bauausschusssitzung stellten Geschäftsführer Christian Boenisch und der Landsberger Betriebsleiter Ludger Escher ihr Projekt erstmals der Öffentlichkeit vor.

Mehrere Architekturbüros hatte die Firma angeschrieben und um Vorschläge für den Erweiterungsbau gebeten. Den besten Entwurf des kleinen Wettbewerbs präsentierte das österreichische Architekturbüro Hermann Kaufmann, welches seitdem mit den Planungen beauftragt ist. Das teils ein-, teils zweigeschossige Gebäude soll auf dem derzeit brachliegenden, an das IWL-Gelände angrenzenden Grundstück entstehen. Die IWL-Gesellschafter SOS-Kinderdorf und Lebenshilfe hatten es 2009 zu diesem Zweck von der Firma Veith erworben, erklärte Boenisch. In dem neuen Gebäude, das den ersten Bauabschnitt darstellt, will das Unternehmen laut Escher die eigene Schreinerei, Lackiererei sowie Lager und den Iwelo-Laden unterbringen. Zum Heizen sollen die Holzreste aus der Schreinerei verwendet werden. Durch den 6000 Quadratmeter großen Anbau erhofft sich der Standortleiter auch eine Verbesserung für die Sicherheit. „Bisher treffen auf unserem Hof Waren-, Lkw- und Personenverkehr aufeinander. Das ist künftig entzerrt.“ Auf rund sieben Millionen Euro beziffert Boehnisch die Kosten für den ersten Bauabschnitt. Die Finanzierung, die teils durch eine Erbschaft des Unternehmens erfolgt, soll bis Ende des Jahres stehen. „Wir hoffen, dass wir nächstes, spätestens jedoch darauffolgendes Jahr bauen können.“ Geht es nach dem Geschäftsführer, soll es nicht bei der ersten Baustufe bleiben. Das Architekturbüro hat schon ein Konzept entwickelt, welches den Abriss der alten Gebäude zugunsten weiterer Neubauten vorsieht. Bis es soweit sei, werde es allerdings noch eine Weile dauern, weiß Boenisch: „Bis jetzt ist es nur eine Vision.“

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