Energie in lockerer Runde

Gleich die Premiere ist ein voller Erfolg gewesen: Rund 70 Bürger fanden sich kürzlich zum „1. Eresinger Energie-Frühschoppen“ im Gast­hof Wiedmann ein. Eingeladen hatte die Initiativgruppe, die im Auftrag des Gemeinderats an der Erstellung eines Energiekonzepts für Eresing arbeitet. Der Frühschoppen war Vorträgen und Diskussionen rund um die Themen Wärmedämmung, Wärmeerzeugung, Verbraucherverhalten, Energieberatung und Förderprogramme gewidmet. Außerdem gab es die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit Bürgern, die bereits Maßnahmen zu nachhaltiger Energienutzung ergriffen haben.

Die Gemeinde möchte mittelfristig ihren Energiebedarf senken, ihn aus regenerativen Quellen decken und von den großen Versorgern möglichst unabhängig werden. Zu diesem Zweck wurde im vergangenen Herbst die neunköpfige Initiativgruppe „Energiekonzept Ere­sing“ gegründet, unter deren Dach vier Arbeitskreise mit den Schwerpunkten Be­standsauf­nah­me, Energieein­sparung und -gewinnung sowie Öffentlichkeitsarbeit entstanden. Bürger mit Erfahrung in der Energieerzeugung – etwa durch Erdwärme-Heizungen, Biogas- oder Hackschnitzelanlagen – arbeiten in einer Projektgruppe zu­sammen, um die verschiedenen Techniken der Energie­ge­winnung aus regenerativen Quellen zu vergleichen. Der Arbeitskreis Energieeinsparung wiederum trägt die verschiedenen Möglichkeiten zusammen, den Bedarf in Haushalten zu senken und vermittelt sie in kompakter Form an die Bürger, unter anderem beim Energie­frühschoppen am Sonntag. Hier hielt Johann Kuhn ein ausführliches Referat über Wärmedämmung und Andre Steuck sprach über die Möglichkeiten der Wärmeerzeugung im Haus. Manfred Feneberg erläuterte die verschiedenen Beratungsangebote, gesetzlichen Vorgaben und Förderprogramme, Peter Waas schließlich führte eine Wärmebildkamera mit entsprechendem Bildmaterial vor. Damit das Energiekonzept tat­-sächlich umgesetzt werden kann, müssen die Bürger mitmachen. Hier liegt der Tätigkeitsschwerpunkt der Projektgruppe Öffentlichkeitsarbeit: Sie bereitet die gesammelten Daten auf, vermittelt alle Ergebnisse und Erkenntnisse an die Öffentlichkeit und macht sich Gedanken über eine sinnvolle Vorgehensweise, um so viele Eresinger wie möglich mit ins Boot zu holen. Mit der aktuellen Situation im Dorf beschäftigt sich der Arbeitskreis Bestandsaufnahme. Welche Energie wird verwendet, welche alternativen Ressourcen sind der Gemeinde zugänglich, und vor allen Dingen: Wie groß ist der Bedarf? Um dies zu ermitteln, waren die Mitglieder der Arbeitsgruppe jetzt im Ort unterwegs, um für jedes einzelne Wohngebäude den Energieverbrauch abzuschätzen. Geschult wurden sie dafür von Toni Höchtl aus Pflaumdorf, der als Energieberater bei den Stadtwerken München beschäftigt ist.

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