"Eng" wie Am Englischen Garten

Der viele Verkehr in der schmalen Straße „Am Englischen Garten“ beunruhigt schon lange die Anwohner. Auf der jüngsten Bürgerversammlung haben sie daher einen Antrag gestellt, den beengten Straßenzug in eine „Anwohnerstraße“ umzuwidmen. OB Ingo Lehmann (SPD) versprach, sich mit dem Problem zu befassen. Unverständlich ist den Antragstellern, dass jetzt auch die CSU „mitmacht“ und Stadtrat Helmut Weber ein „absolute Parkverbot“ in der Straße beantragt hat.

In einem Brief wendet sich Franz Keimig, einer der Anwohner, an 3. Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller (CSU). Keimig wirft der CSU-Fraktion darin vor, „kurzfristig einen populistischen Aktionismus“ an den Tag zu legen. Den Anwohnern am Englischen Garten gehe es darum, eine vernünftige Verkehrslösung zu finden, besonders für die Sicherheit ihrer Kinder. Sie distanzieren sich ausdrücklich von dem Antrag, den CSU-Fraktionschef Weber einbrachte. „Hat denn die CSU-Fraktion den Antrag, der von uns Bürgern am Englischen Garten gestellt worden ist, nicht gelesen oder nicht verstanden?“ Anwohner Keimig bittet Knollmüller, ihre Fraktionskollegen auf das Begehren der Bürger hinzuweisen. Alle rund 50 Anwohner der Straße hatten sich mit ihrer Unterschrift der Forderung nach einer Umwidmung ihrer Straße in eine Anwohnerstraße auf der Bürgerversammlung angeschlossen. Begründet wird die Forderung damit, dass die Straße eine Sackgasse und eine „Zwanziger-Zone“ sei und etwa 30 Kinder am Englischen Garten wohnten. Die Sicherheit der Kinder, beispielsweise auf dem Schulweg, sehen die Antragsteller „in hohem Maße gefährdet“. Sie sagen: „Jeden Morgen, zwischen 7 und 8 Uhr, findet der Wettlauf um die innenstadtnahen Parkplätze am Englischen Garten statt.“ Durch die parkenden Autos würde die Fahrbahn daher fast einspurig. Trotz eigenem, aber höhengleichem Gehweg seien Fußgänger stets gezwungen, auf die Grundstücke der Anwohner auszuweichen, um vorbeifahrenden Autos Platz zu machen. Gefahr für spielende Kinder wegen hohem Verkehrsaufkommen bestünde zudem beim Spielplatz, der zwei direkte Zugänge zur Straße hin habe. In ihrem Antragsschreiben führen die Bürger an, dass der Verkehr in den letzten zwei Jahren stark zugenommen habe. Skeptisch sind die Anwohner gegenüber dem Bau einer Fußgängerbrücke über den Lech. Sie befürchten, dass der Verkehr dadurch noch mehr zunehme und ihre Straße zu einem „stark frequentierten Autobahnzubringer mutiert“, weil Erholungssuchende dann am Englischen Garten parken wollen würden.

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