Engpass in der Kasse – EVL 2000 in Geldnot

Zwei Siege, fünf Punkte. Die sportliche Bilanz vom Wochenende könnte beim EV Landsberg 2000 eigentlich für gute Stimmung sorgen. Tut sie aber nicht wirklich, weil der Verein offenbar schon wieder Geldprobleme hat.

Wie jetzt am Rande der Bande zu vernehmen war, haben Spieler und Trainer in den vergangenen zwei Monaten kein ordentliches Gehalt mehr bekommen. Vor zwei Wochen seien lediglich 50 Prozent überwiesen worden. Darauf angesprochen zeigte sich die EVL-Vorsitzende Karin Federl am Sonntag nach dem Spiel gegen Herne sichtlich angefressen. „Warum muss man bei uns alles schlecht machen?“, raunte sie den anfragenden Journalisten an. Allerdings muss sich die EVL-Chefin an die eigene Nase fassen, hatte sie doch eine Woche zuvor im KREISBOTEN-Interview noch von einer „positiven Entwicklung“ gesprochen. Fakt ist aber: Die EVL-Cracks sitzen finanziell auf dem Trockenen, haben teilweise keinen Cent mehr zur Verfügung. Dementsprechend schlecht ist die Stimmung in der Mannschaft. „Nur weil wir so einen guten Zusammenhalt haben, können wir solche Leistungen wie gegen Leipzig und Herne abrufen“, sagt ein Spieler, der nicht genannt werden will. „Nach außen wird immer alles wunderbar verkauft“, kritisiert ein weiteres Mannschaftsmitglied und fügt an, es sei „schon in Ordnung, wenn die Wahrheit gesagt“ werde, schließlich habe man selbst immer auf die Mütze bekommen, wenn etwas nicht gelaufen ist. Was nun zu dem finanziellen Engpass beim EVL 2000 geführt hat, ist nicht bekannt. Karin Federl begründet dies mit einer ESBG-Bürgschaft von 45000 Euro, die noch nicht an den Verein gegangen ist. Fakt ist weiter, dass die Zuschauerzahlen zuletzt rapide in den Keller gegangen sind und weit von der angepeilten Marke von 800 lagen. Damit fehlen die im Etat veranschlagten Eintrittsgelder. „Am Montag wird das Geld überwiesen“, versprach Karin Federl am Sonntagabend. Ein Spieler dazu hinter vorgehaltener Hand: „Ehrlich gesagt glaube ich erst daran, wenn das Geld auf dem Konto ist.“ Schlechte Stimmung Die Stimmung scheint aber nicht nur bei der Mannschaft, sondern auch innerhalb der Vorstandschaft schlecht zu sein. So soll Franz Fischer den Informationsfluss be-mängelt haben, der „nur noch zwischen einzelnen Personen statt- findet“. Aus diesem Grund hat er für diese Woche ein Vorstandstreffen beantragt, um die aktuelle Situation im Verein gründlich unter die Lupe zu nehmen.

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