HCL vor dem entscheidenden Schritt

Voraussichtlich in den Farben des HC Landsberg wird der Eishockey-Nachwuchs aus der Lechstadt, hier die EVL-Kleinschüler, ab der nächsten Saison auflaufen. Foto: kb

Nur sechs Spieler

Auch der Deutsche Eishockey-Bund (DEB), der für die Jugend und die Junioren zuständig ist, da diese in der Bundesliga spielen, hat Entgegenkommen signalisiert, doch ausgerechnet bei diesen beiden Mannschaften gibt es Probleme. Bei der Jugend erreicht man die 80 Prozent derzeit nicht und verfügt ohnehin nur über 14 Spieler. Bei den Junioren schaut es noch schlechter aus. Nach zahlreichen Abgängen stehen derzeit nur noch sechs Spieler zur Verfügung, die Suche nach Verstärkungen hat bislang noch nichts Greifbares ergeben. „Das wäre natürlich sehr schlecht. Vor allem ohne Jugend kann man fast nicht weitermachen“, so Schindler, der hier aber darauf hofft, dass der Verband die Zustimmung trotzdem gibt. Unabhängig davon Stefan Schindler bereits mit der Trainersuche beschäftigt. „Da haben wir noch nicht viel“, gesteht er ein, „es musste jetzt ja erst einmal die Richtung vorgegeben werden.“ Klar ist, dass Markus Rohde, der insgesamt drei Mannschaften trainiert, bleiben möchte, „bei ihm geht es auch nicht in erster Linie ums Geld, aber er braucht jetzt eben eine Perspektive.“ Auch beim HCL trieb man die Planungen in den vergangenen Tagen mit Macht voran. „Wir stehen jetzt unter großem Zeitdruck, jeder Tag zählt“, sagt Vorstand Markus Haschka. Am Donnerstag beschloss der Gesamtvorstand einstimmig, die Übernahme zu befürworten. Das könnte man zwar theoretisch auch ohne die Mitglieder tun, „aber einen so entscheidenden Schritt gehen wir nicht alleine.“ Deshalb wird es am Samstag, 14. Mai, um 14 Uhr im Sportzentrum eine außerordentliche Mitgliederversammlung des HCL zu diesem Thema geben. Parallel dazu wird von einem Fachanwalt bereits seit Tagen an einer neuen Geschäftsordnung gearbeitet und vom Verein nach Sponsoren gesucht, um den gewaltigen Finanzbedarf zu decken – immerhin wird der Klub seinen Etat von bislang rund 25000 Euro voraussichtlich mindestens vervierfachen. Haschka: „Wir können da natürlich erst richtig loslegen, wenn auch rechtlich alles in trockenen Tüchern ist; aber die ersten Signale sind sehr positiv.“ Die Zustimmung zur Übernahme des Nachwuchses dürfte den Riverkings auch deshalb leichter gefallen sein, weil für das erste Jahr Privatpersonen gefunden wurden, die für eine eventuelle Finanzierungslücke bürgen.

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