Ereignisse überschlagen sich

Im Spiel gegen den EV Pfronten musste Riverkings-Torhüter Michael Falkenberger fünf Treffer einkassieren – sein Team erzielte in der Partie nur zwei Tore. Foto: Krivec

Das Spiel in Pfronten kann man aus Sicht des HC Landsberg relativ schnell abhaken: Grippe, Verletzungen und berufliche und andere Verpflichtungen sorgten dafür, dass die Riverkings nur mit zwölf Mann nach Pfronten fahren konnten. Beim Topfavoriten der Landesliga Süd/West hielt man dann zwar nicht nur gut mit, sondern lag nach zwei Dritteln sogar noch mit 2:1 in Führung – mit den angesichts der dünnen Personaldecke nachlassenden Kräften drehten die Allgäuer dann aber erwartungsgemäß im letzten Abschnitt noch.

Jason Schneider, wieder einmal stärkster Akteur der Gastgeber, hatte seine Mannschaft schon nach 22 Sekunden in Führung gebracht, doch dann glich zunächst Pepe Klemm für die Riverkings aus (7.) und Juniorenspieler Sven Gäbelein brachte die Landsberger sogar in Führung (8.); beide Male konnte sich Manuel Wintergerst einen Scorerpunkt für die Vorlage gutschreiben lassen. Nach einem torlosen Mitteldrittel überschlugen sich dann gegen Ende die Ereignisse. Zwar hatte das Schiedsrichtergespann nicht seinen stärksten Tag und sprach einige zweifelhafte Strafen aus, mit mehreren unklugen Aktionen machten es sich die Landsberger Spieler aber auch selbst unnötig schwer. Die Folge: Binnen zwei Minuten kassierte der HCL 30 Strafminuten, teilweise fanden sich fast soviele Landsberger auf der Straf- wie auf der Spielerbank. Kurios dabei (und nicht eben ein Ruhmesblatt für das Pfrontener Powerplay) ist, dass der EVP nur ein einziges seiner vier Tore im Schlussabschnitt in Überzahl erzielen konnte, obwohl man fast acht Minuten lang mit zwei Mann mehr auf dem Eis war. Erneut Jason Schneider (2), Titsch und Armin Schneider sorgten am Ende für den Sieg der Gäste, mit dem Kapitän Markus Haschka – zum Zeitpunkt des Spiels ebenfalls mit Grippe im Bett – aber ganz gut leben kann. „In der vergangenen Saison haben wir dort 4:7 verloren, waren aber mit mehr Leuten angetreten. Unter den Umständen ist das schon in Ordnung.“ Für die nächsten Partien dürfte sich der Kader bei den Riverkings wieder deutlich füllen. Haschka selbst will auf jeden Fall antreten, dazu sollten unter anderem zumindest Geuß, Heringer, Dollhofer und Zeck wieder zur Verfügung stehen. Stürmer Markus Rohde wird dagegen voraussichtlich noch zwei Wochen ausfallen; er hatte sich im letzten Testspiel gegen Buchloe einen Finger gebrochen, dennoch aber weitergespielt. Markus Haschka weiß, dass man jetzt auf jeden einzelnen Spieler angewiesen ist, „wir haben ein hartes Wochenende vor uns.“ Denn am Freitag treten die Riverkings zum ersten Heimspiel der Punktrunde gegen den EC Bad Tölz an (20 Uhr), am Sonntag geht es wieder zum Derby nach Bad Wörishofen (Spielbeginn 17 Uhr). Keine leichten Aufgaben, findet der Kapitän, dennoch: „Wir wollen vier Punkte aus diesen Spielen holen.“

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