Die Erfahrung siegt

Richtiggehend Flügel gewachsen sind den Landsberger Handballern um Sandor Schmid (links) im samstäglichen Spiel gegen den SC Kissing. Der Lohn für die Mühe folgte auf dem Fuß: Die Landsberger gewannen ihr erstes Heimspiel der Saison. Foto: Krivec

Dass es für die Handballer des TSV Landsberg in der Landesliga Süd gegen den SC Kissing eine so klare Sache werden würde, war nicht zu erwarten gewesen. Mit einer spielerisch und taktisch über die ganzen 60 Minuten guten Leistung fuhr man am Samstag gegen den Tabellenfünften einen klaren und verdienten ersten Heimsieg ein. In der Tabelle verbesserten sich die Landsberger dadurch von Platz 12 auf Rang 9.

Die Landsberger profitierten gegen Kissing vor allem von der Rückkehr eines Leistungsträgers. Nach langer Verletzungspause stand endlich wieder Tomas Schwirkmann im Aufgebot des TSV. Er gab dem Landsberger Spiel mehr Sicherheit, machte es variantenreicher und meldete sich zu Beginn des Spiels auch gleich mit zwei schnellen Toren zurück. Landsberg stand diesmal in der Deckung defensiver und ließ dadurch die zweikampfstarken Kissinger nicht zur Entfaltung kommen. Sie sahen sich so immer wieder gleich zwei Abwehrspielern gegenüber. Dafür hatte der Rückraumschütze der Gegner etwas mehr Raum, den er auch nutzte. Aber damit konnte man leben, traf man doch selbst auch regelmäßig. Offener Schlagabtausch So entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch (7:7/11.), bis Mitte der ersten Hälfte die Landsberger vorne immer sicherer wurden. Man spielte die Angriffe nun gut aus und schloss überlegt ab. Angefeuert von den wieder zahlreich erschienen Fans erspielten sie sich einen wachsenden Vorsprung (15:11/22.). Da waren auch verworfenen Siebenmeter zu verschmerzen. Mitten in diese Hochphase hinein erhielt in 26. Minute der bis dahin sichere Andi Messner im Landsberger Tor nach einem gehaltenen Kissinger Gegenstoß und dem Zusammenprall mit dem Gegenspieler, völlig überraschend die rote Karte. Die Halle tobte, viele hatten das anders gesehen. Aber der TSV steckte auch diesen Schock weg, Benjamin Kobold übernahm das Tor, und so konnte man mit einer17:14-Führung in die Halbzeitpause gehen. Vorsprung verteidigt In der zweiten Hälfte hielten die Gastgeber dem zu erwarteten Ansturm der Gäste gut stand. Der in Abwehr und Angriff starke Jörg Friedrich sorgte mit Treffern vom Kreis dafür, dass der Abstand erhalten blieb (19:16/33.). Landsberg spielte jetzt immer souveräner, vor allem die Angriffe wurden präzise abgeschlossen. Nachdem die eigene Abwehr keine Schwächen zeigte, konnte man den Vorsprung weiter ausbauen (26:17/42. Auch Unterzahlsituationen überstand man ohne große Probleme, konnte sogar mit einem viel umjubelten Kempa-Trick selbst ein Tor erzielen. Der TSV hielt die Line und legte sogar noch weiter vor (32:22/52.). Erfahrung zahlt sich aus Kissing gab aber nicht auf und versuchte alles. So musste die Landsberger weiter auf ihre erfahrensten Spieler vertrauen und wechselten kaum. Da war es kein Wunder, dass diesen am Schluss die Kraft langsam ausging und Kissing dies nutzte, um noch heran zu kommen. Aber der TSV spielte die Zeit souverän herunter, so dass der Sieg letztendlich nie in Gefahr geriet. „Heute ist unser taktisches Konzept gut aufgegangen, die Mannschaft hat das diszipliniert umgesetzt“, freute sich der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel. „Wir haben viele Zweikämpfe in der Abwehr gewonnen und vorne unsere Chancen viel ruhiger aus gespielt. So sind unsere Abschlüsse auch sicherer geworden. Auch gut, dass wir jetzt ein Wochenende spielfrei sind. Jetzt können sich die Kranken und etliche Verletzte auskurieren und auch konditionell wieder fit werden. Dann haben wir auch personell wieder mehr Möglichkeiten.“ Im nächsten Spiel in zwei Wochen gegen den TSV Friedberg II können die Landsberger mit dem Sieg im Rücken wieder etwas entspannter auflaufen. Friedberg II steht als Sechster im Mittelfeld und könnte in Reichweite sein. Zumal die Auswärtsbilanz für die Landsberger spricht.

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