Erfolgsgekrönte Pionierarbeit

Höhepunkt beim Jubiläumsabend der Bläserschule Lechrain: Unter der Leitung von Martin Wiblishauser (rechts) spielte das Große Orchester auf. Fotos: Schmid

Was vor zehn Jahren als Pionierarbeit begann, hat sich heute als absolutes Erfolgmodell erwiesen: Darüber waren sich beim Jubiläumsabend der Bläserschule Lechrain alle einig. Sämtliche Kapellen und Ensembles erhielten reichlich Applaus von den Zuhörern im voll besetzten Saal – und lieferten quasi den musikalischen Beweis dafür, dass die Arbeit der Bläserschule Früchte trägt.

Die Bläserschule Lechrain habe vor zehn Jahren „Neuland betreten“, erinnerte Andreas Horber (Geschäftsführer Musikbund von Ober- und Niederbayern) an die Gründung des Zusammenschlusses, der aus sieben Musikkapellen aus dem südlichen Landkreis Landsberg besteht. „Es war damals wirklich eine mutige Entscheidung, alle Kapellen unter einen Hut zu bringen“ – doch diese Entscheidung habe sich nun als „Erfolgsmodell“ erwiesen, erklärte Horber anerkennend. Bernhard Weinberger, organisatorischer Leiter der Bläserschule, berichtete über die Hintergründe, warum es damals zu dem Zusammenschluss kam, und von der Idee, dass mehrere Musikkapellen gemeinsam den Musikunterricht für den Nachwuchs gewährleisten sollten. Durch die Gründung der Bläserschule habe man dann einen qualitativ hochwertigen Unterricht erreichen können – in einer Weise, wie es einem einzelnen Musikverein nicht möglich gewesen wäre, erläuterte Weinberger. Zudem hätten die Kinder nun die Möglichkeit, schon früh in einer Kapelle mitzuspielen. Von den Leistungen der Musiker beim Jubiläumskonzert zeigte sich auch Landrat Walter Eichner sehr beeindruckt: Das Konzert sei ein Beweis dafür, dass die Zuschüsse des Landkreises für die Musikkapellen gut angelegt seien. Eichner kündigte in dem Zuge gleich mal an, dass er eine Erhöhung des Zuschusses von derzeit 6000 Euro, den der Bezirksverband Lech-Ammersee erhält, vorschlagen werde. "Macht’s weiter so!" Zum Jubiläum gratulierte auch Wilfried Schmid, Leiter des Bezirks Lech-Ammersee, und gab der Bläserschule ein „Macht’s weiter so!“ mit auf den Weg. Im Namen aller Lechrain-Bürgermeister überbrachte der Pürgener Gemeindechef Klaus Flüß Glückwünsche. „Mit elf Lehrern und 67 Schülern hat die Bläserschule Lechrain vor zehn Jahren begonnen, heute bekommen rund 200 Schüler von insgesamt 19 Lehrern Musikunterricht“, erzählte Daniela Hollrotter, die durchs Programm führte. Die Schüler- sowie die Jugendkapelle werden bereits seit Anbeginn von Lars Scharding geleitet. Danebem spielten beim Jubiläumskonzert das Blechbläserensemble unter Martin Wiblishauser, das Klarinettenensemble unter der Leitung von Martin Holder und das Saxophonensemble unter Notker Zikeli auf. Den Höhepunkt des Konzertabends bildete das „Große Orchester“, das aus 46 Musikern der sieben Mitgliedskapellen be­stand und eigens für dieses Festkonzert gebildet wurde. Dirigiert von Andreas Grandl und Martin Wiblishauser, brachte es drei Stücke sinfonischer Blasmusik und als Zugabe noch einen Marsch zu Gehör. Herausragende Verdienste Für seine „herausragenden Verdienste um die bayerische Blasmusik“ erhielt Bernhard Weinberger vom Musikbund von Ober- und Niederbayern (MON) die Verdienstmedaille in Silber. Der Ludenhausener ist seit Gründung der Bläserschule Lechrain als deren organisatorischer Leiter tätig. Im Namen aller zugehörigen Musikvereine bedankte sich Wolfgang Arnold (Musikkapelle Pflugdorf-Stadl) bei Weinberger für dessen Einsatz und Engagement. Zwei weiteren Mitinitiatoren der Bläserschule, Hermann Schölch (ehemals Vorsitzender Jugendmusikverein Pürgen-Lengenfeld) und Martin Wiblishauser (Dirigent Jugendmusikverein Pürgen-Lengenfeld) überreichte MON-Geschäftsführer Andreas Horber die Fördermedaille in Silber, über die sich auch Mitinitiator Otto Sanktojohanser freuen darf.

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