Ersatzteile weltweit

Auf dem derzeit noch bewaldeten Areal (rechts) östlich von Werk 3 plant die Rational AG das neue Ersatzteilzentrum. Foto: Schwaiger

„Das ist eine sehr schöne Weiterentwicklung“, hat OB Ingo Lehmann (SPD) den Antrag der Rational AG im Stadtrat kommentiert. Er gehe davon aus, dass das geplante Ersatzteilzentrum des Landsberger Vorzeigeunternehmens denn auch zu neuen Arbeitsplätzen führen wird. Rational-Vorstandsvorsitzender Dr. Günter Blaschke hingegen möchte auf Details zur Erweiterung erst eingehen, „wenn Baurecht besteht.“

Eben dieses Baurecht ist nur nach einer Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplanes möglich. Den ent­- sprechen Beschluss fasste der Stadtrat am Mittwoch einstimming. Rational plant nach eigenen Angaben auf einer 14,5 Hektar großen Fläche im Osten von Werk 3 in der Celsiusstraße ein neues Ersatzteilzentrum. 6000 Quadratmeter groß soll es werden, dazu kommen die erforderlichen Stellplätze, eine Hallenumfahrung sowie die Ein- und Ausfahrt für die Feuerwehr. Im Moment befindet sich das Ersatzteillager im Werk 1 an der Iglinger Straße, sei dort aber „flächenmäßig am Limit“ angelangt. Das verwundert nicht, werden doch alle weltweit benötigten Ersatzteile ausschließlich von Landsberg aus versendet. „Jährliche Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich können nur über mehr Fläche und damit einhergehend mehr Arbeitsplätze realisiert werden“, führt die Rational AG in ihrem Antrag an die Stadt aus. Aus Logistikgründen sei die Nähe zum Versand, der ebenfalls weltweit von Werk 3 ausgehe, unumgänglich. Eine Anbindung auf der Nordseite der Montagehalle komme für Rational nicht in Betracht, da diese Fläche ihrerseits für die unmittelbare Erweiterung von Montage und Versand freigehalten werden müsse. Dieser Schritt sei bereits für die „nächsten Jahre“ abzusehen, da auch die Gerätestückzahlen im „zweistelligen Pro­zentbereich steigen“. Das 14,5 Hektar große Areal im Eigentum der Stadt Landsberg ist größtenteils bewaldet. Für die Rodung muss das städtische Forstamt entsprechende Ausgleichsflächen definieren, den verbleibenden Wald stabilisieren und im Zuge dessen einen Waldsaum anlegen.

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