Erst sanieren, dann saunieren

Besser saunieren im Lechtalbad Kaufering: Der Kreisausschuss hat kürzlich beschlossen, die Außensauna umzubauen und zu erweitern. Einstimmig befürworteten die Ausschussmitglieder die Kostenrechnung von etwa 450000 Euro. Geplant ist unter anderem, die bestehende Außensauna abzureißen und dafür eine neue 90-Grad-Aufguss-Sauna zu errichten. Daneben soll eine zweite Außensauna als Themen-Sauna mit Kamin und ein zweiter Duschbereich entstehen. Ein Saunagarten mit Ruhebereich wird ebenfalls angelegt.

Die vorhandene Sauna war einst ein Gartenhaus und wurde nur umgerüstet. Den heutigen Ansprüchen genüge das nicht mehr, heißt es in der Beschlussvorlage des Landratsamts, deswegen sei sie neue 90-Grad-Außensauna erforderlich. Am Dach fielen schon „Schwärzepilzbildungen“ auf, die nicht nur bautechnisch, sondern auch hygienisch zum Problem werden könnten. Handlungsbedarf besteht zudem aus Gründen des Brandschutzes: Durch jahrelangen Gebrauch der alten Sauna wird das Holz so spröde, das dessen Selbstentzündungstemperatur auf bis 80 Grad sinke. Der Saunabrand in der Klinik in Windach im März dieses Jahres sei darauf zurückgeführt worden, weiß man in der Kreisbehörde. Die Windacher Sauna lief mehr als 30 Jahre – die Blockhaussauna im Lechtalbad ist erst 20 Jahre alt, würde aber intensiver als die Kliniksauna genutzt. Kein Geheimnis: Die Sauna im Lechtalbad ist häufig überfüllt und überlastet. Auch das spricht für die geplante Erweiterung. Vor allem in den Wintermonaten sei dies in den Schwitzräumen der Fall. Da es nur eine 90-Grad-Sauna gebe, müssten Gäste oft vor den Saunen warten, bis sie diese nutzen könnten. Und vor den Aufgusszeiten würde sich mancher Saunagast schon zehn Minuten vorher einen Platz sichern. Die Folge davon sei, dass Gäste häufig schon auf andere Einrichtungen in der Umgebung ausweichen. Zu den Spitzenzeiten zählt man in der Lechtalbad-Sauna 120 Besucher. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich die Besucherzahlen noch steigern ließen, allein weil die Bevölkerungszahl im Landkreis weiter wachse. Neben einer zweiten, einer Kamin-Sauna, heißt es deshalb: „Die Planungen sind dabei so konzipiert, dass bei späterem Bedarf eine dritte Außensauna gebaut werden kann.“ Mit einem Tauchbecken soll die neue Aufguss-Sauna zusätzlich an Wert gewinnen. Möglich ist auch ein Fußreflexzonenparcours. Damit es im Winter angenehm für die Gäste ist, ist vorgesehen, Wege und Duschbereich im Winter schnee- und eisfrei zu halten. Ruhiger Saunagarten Um die Besucherzahlen des Saunabereichs stabil zu halten, nach Möglichkeit aber zu steigern, sei es weiter nötig, den Außenbereich zu erweitern. Im Moment sei er unstrukturiert und wirke eng. Ein großes Manko des bisherigen Saunhofes sei, dass es keine Ruhe- und Liegebereiche gebe. Deswegen sehen die Planungen einen Saunagarten mit einem Ruheraum vor. Dieser Raum soll 20 Besuchern Platz bieten und witterungsunabhängig sein. Zudem sind befestigte Außenliegeflächen angedacht. Der Garten wird trapezförmig angelegt. Die vorhandenen Garagen werden in den Parkplatzbereich von dem Haupteingang verlagert. Mit erneuerten Sichtschutzwänden soll der Außenbereich attraktiver und behaglich gestaltet werden. Zunächst waren die Kosten der Sauna-Ertüchtigung mit rund 685000 Euro veranschlagt. Im Februar letzten Jahres hat die Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen (GMF) das Vorhaben geprüft und die Investition in dieser Höhe für nicht empfehlenswert erklärt. Intern waren dann 350000 Euro als Ziel vorgegeben worden. Bei der Planung hatte sich jedoch herausgestellt, dass diese Summe nicht ausreichen würde. Die Kostenobergrenze ist deshalb jetzt mit 450000 Euro angesetzt worden. Moderat anpassen Auch die Saunatarife waren Thema im Kreisausschuss: Mit einer „moderaten Anpassung“ um durchschnittlich einen Euro könnten die Saunaerlöse um etwa 55000 Euro gesteigert werden. Die Prüfung der GMF hatte die bisherigen Erlöse pro Kopf als „sehr gering im Vergleich zu anderen Bädern“ eingestuft.

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