Erst zu trocken, jetzt zu nass

Höchste Rutschgefahr auf den Fahrspuren der Tiefgarage Lechstraße. Die Stadtwerke mussten in der vergangenen Woche noch täglich 200 Kubikmeter Wasser abpumpen. Foto: Kruse

Eindringendes Wasser ist in der städtischen Tiefgarage Lechstraße nichts ungewöhnliches – allerdings handelt es sich normalerweise eher um Feuchtigkeit. In der vergangenen Woche ergossen sich dagegen regelrechte Bäche in die Garage. Grund dafür war ausgerechnet die lange Trockenheit.

„Der Mühlbach war wegen der Baustelle am Einlauf und am Elektrizitätswerk sehr lange trocken“, erläutert Stadtwerke-Vorstand Norbert Köhler, „und während dieser Phase ist auch praktisch kein Regen gefallen.“ Da das Bachbett nicht dicht ist, trocknete das Erdreich ringsherum völlig aus. „Dadurch sind größere Risse entstanden, die das Wasser jetzt transportieren“, erläutert Köhler weiter. In der für Anlieger vorbehaltenen Quartiersgarage im zweiten Untergeschoss seien bereits mehrere Parkplätze gesperrt. Rund 200 Kubikmeter Wasser werden pro Tag abgepumpt. „Noch schaffen die Pumpen das. Wenn sich die Situation verschlimmern sollte, müssten wir die Garage aber aus Sicherheitsgründen sperren“, sagte Köhler am Mittwoch. Davon geht man bei den Stadtwerken im Moment allerdings nicht aus. „Wir hoffen, dass es in den nächsten Tagen besser wird. Die Grundwasserpegel steigen, irgendwann ist der Boden dann gesättigt und gequollen und dann kommt auch kein Wasser mehr nach“, so Köhler. Maßnahmen, die man gegen die Überflutung der Garage ergreifen könnte, gibt es wiederum nicht. Das Eindringen des Wassers ist sogar gewollt: „Bei längerem Hochwasser würde das Bauwerk aufschwimmen und brechen. Deshalb sind diese Überflutungsschächte am Rand eingebaut.“ Wasserschäden gab’s nicht nur in der städtischen Tiefgarage, sondern auch in den Kellern älterer Immobilien entlang des Mühlbaches.

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