Eskorte für den Weihnachtstruck – Weihnachtstrucker Berthold Heidemann ist zurück

Moldawien gilt als eines der ärmsten Länder in Europa. Diesen Eindruck kann nach seiner Rückkehr vom humanitären Einsatz auch Berthold Heidemann bestätigen. Der Apfeldorfer war als „Weihnachtstrucker“ unterwegs und hat 1500 Pakete aus dem Landkreis in armseelige Dörfer, Behinderten- und Kinderheime in Moldawien gebracht.

Grundvoraussetzung für den abenteuerlichen Tripp nach Osteuropa war für Berthold Heidemann natürlich ein taugliches Transportfahrzeug. Bereits im Vorjahr hatte sein Arbeitgeber, Hilti in Kaufering, sowie die Landsberger Firma Zink den Lastzug gesponsert, damit sich der Apfeldorfer an vorweihnachtlichen Aktion von Antenne Bayern und Johanniter beteiligen kann. Kindergärten, Schulen, Kollegen und die gesamte Bevölkerung aus dem Lechrain unterstützten den Apfeldorfer, wie im KREISBOTEN berichtet, darüber hinaus mit knapp 700 Päckchen. „Die Sammeltour war auch schon ein Erlebnis“ bedankt sich Heidemann bei allen Spendern und Helfern. Weitere 300 Pakete wurden bei den Johannitern in Dießen geladen und den Rest füllte Berthold Heidemann an einem Rewe-Markt in Eching bei München, sodass er sich am zweiten Weihnachtsfeiertag mit über 1500 Päckchen auf den Weg machte. Von insgesamt 39 Weihnachtstruckern steuerten 13 in Richtung Moldawien. „Hauptverkehrsadern sind dort wie bei uns einfache Landstraßen“, berichtet der Apfeldorfer von fürchterlichen Straßenverhältnissen und viel Schnee ab Rumänien, sodass die Fahrt trotz ständigem Fahrerwechsel zweieinhalb Tage andauerte. In Moldawien wurde der Konvoi zunächst in einer Kaserne untergebracht. Am nächsten Tag streuten die Trucks in verschiedene Regionen aus. Berthold Heidemann hatte dazu einen ortskundigen deutschen Unternehmer und eine Dolmetscherin an Bord und lieferte seine Fracht zunächst an einem Heim für Behinderte und in vier armseeligen Dörfern ab. Ein Brunnen für alle In einem Heim für Pflegekinder bedankten sich die Kinder mit langen Gedichten, von denen die Deutschen zwar kein Wort verstanden, dadurch aber trotzdem eine herzliche Stimmung entstand. Der Rest wurde am Rathaus von Hinchest von eifrigen Kindern ausgeladen, die sich am Ende riesig über ein paar Schokoriegel freuten. „Neben dem Rathaus war ein Brunnen und das war die Wasserversorgung für das Dorf“, kann Weihnachtstrucker Heidemann von den Lebensumständen dort berichten. Auch auf der Heimreise wurde der Konvoi bis Rumänien von einer Polizei-Eskorte begleitet. Am Neujahrstag waren die 13 Lastzüge wieder zurück in Bayern. Für Berthold Heidemann steht nach diesem abenteuerlichen und ergreifenden Tripp fest: Wenn die Sponsoren des Fahrzeugs wieder mitmachen, dann ist er zu Weihnachten 2009 wieder dabei.

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