EVL-Kader ist fast komplett – Italienischer Nationalverteidiger soll kommen

Der Kader des EV Landsberg 2000 für die neue Saison in der Eishockey-Oberliga ist fast komplett. In der letzten Woche hat der Verein drei Neuzugänge offiziell vorgestellt und die Vertragsverlängerung von Thorsten Rau bekannt gegeben.

Noch nicht mit beim Termin dabei war der Slowake Boris Zahumensky. Der 24-Jährige kommt aus der zweiten französischen Liga vom HC Gap. Dort galt er als einer der besten zehn Verteidiger in der Liga. Zuvor sammelte Zahumensky bereits etliche Erfahrung in der ersten slowakischen Liga bei Dukla Senica. Experten sehen ihn als guten Schlittschuhläufer und Passgeber mit einem enorm guten Schuss von der blauen Linie. Als Nummer 1-Verteidiger kommt aber wohl noch ein viel größerer Kracher nach Landsberg. Nach KREISBOTEN-Informationen soll es sich um Andreas Lutz handeln, dessen Vertrag die EVL-Oberen für spätestens Dienstag erwarteten. Der 22-Jährige hat bereits etliche Länderspiele in der italienischen Nationalmannschaft auf dem Buckel und kommt von SG Ponteba. Der Meraner gilt als großes Talent, soll aber auch etwas trainigsfoul sein. Dennoch bescheinigen Eishockey-Experten aus Südtirol, dass der EVL mit ihm einen großen Fang machen würde. Alle Beteiligten sprechen aber noch im Konjunktiv, weil, wie Coach Norbert Zabel sagt, noch nichts unterschrieben sei. Fix ist dagegen der Deal mit Thorsten Rau. Der 37-Jährige verlängerte seinen Vertrag um ein weiteres Jahr beim EVL. „Landsberg hat mir nach meinem unschönen Abgang in Kaufbeuren im letzten Jahr die Chance gegeben meine Karriere fortzusetzen“, nennt er einen der Beweggründe. „Außerdem habe ich noch Spaß am Spiel und fühl mich noch nicht so alt, dass ich aufhören müsste.“ Rau wird unter dem neuen Trainer Norbert Zabel sicher eine Führungsrolle einnehmen. „Er passt gut in meine Philosophie“, äußert sich der EVL-Übungsleiter. Der Älteste ist Thorsten Rau bei den Landsbergern aber noch lange nicht. Diese Position nimmt, zumindest in der kommenden Saison, mit 39 Lenzen auf dem Buckel, Derek Switzer ein. Er war der Wunschspieler von Norbert Zabel und will das Vertrauen recht bald zurück bezahlen. „Ich schaue nicht auf mich sondern auf die Vereinsziele. Wir wollen in die Play-offs und richtig Gas geben.“ Ähnlich sieht das Benjamin Barz (25). Er absolviert derzeit ein Medizinstudium in München und das Angebot aus Landsberg kam für ihn, trotz einiger Jahre in der DEL, recht gelegen. „Für mich war´s wichtig, dass ich die Chance bekomme eine Rolle mit Verantwortung zu übernehmen“. Er sieht für den EVL eine gute Zukunft, denn die „Leute dort arbeiten sehr hart dafür“. Mehr Zuschauer nötig Dass das aber bitter notwendig ist bestätigte Vorstand Hans-Jürgen Böttcher. Zwar haben einige Profis Gehaltsverzichte in Kauf genommen, er will aber nicht verhehlen, dass der Verein finanziell auf dem Zahnfleisch läuft. „Ich denke schon, dass wir in dieser Saison einen Schnitt um die 1000 Besucher brauchen“. Böttcher gibt sich aber zuversichtlich, eine starke Mannschaft auf die Beine gestellt zu haben, die in der Oberliga eine gute Rolle spielt und die Fans wieder in die Eishalle bringt.

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