Von Celsius zu Fahrenheit

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Auf direktem Weg zur B17neu (von links): Christian Kraus (Planungsbüro), Markus Rieder (Strommer), Stadtbaumeisterin Birgit Weber, Bürgermeisterin Doris Baumgartl, Oberbürgermeister Mathias Neuner, Iglings Bürgermeister Günter Först und Christian Neumann vom Stadtbaumamt (von links) gaben am Mittwoch die Fahrenheitstraße für den Verkehr frei.

Landsberg – Die Celsiusstraße war bisher eine Sackgasse, wollte man vom Osten des Industrie- und Gewerbegebiets Frauenwald zur B17neu fahren: Anstatt geradeaus zu steuern, mussten Anlieferer und Anlieger einen Umweg inkauf nehmen. Seit vergangener Woche geht es endlich direkt über die Fahrenheitstraße.

Sichtlich zufrieden gab Oberbürgermeister Mathias Neuner am Mittwoch die neue Verbindungsstrecke offiziell für den Verkehr frei: „Schön ist sie geworden, meine neue Straße.“ Zum Festakt mit Glühwein und Häppchen waren neben Bürgermeisterin Doris Baumgartl und Stadtbaumeisterin Birgit Weber auch Vertreter der anliegenden Firmen gekommen. Das unterstreiche die Verbundenheit der Firmen zum Gewerbegebiet Frauenwald und zur Stadt Landsberg, konstatierte Neuner.

Nur drei Monate hatte das Ingenieurbüro Thomas Glatz und Christian Kraus sowie die Strommer Tiefbau GmbH für den Straßenbau benötigt. „Alles lief ohne Probleme“, bestätigt Markus Rieder von der Baufirma. „Da das Gelände von Mitte der 40er bis zu den 70er Jahren ein Munitionslager war, mussten wir erst den Kampfmittelräumer mit Sonde drüberschicken.“ Aber es sei nichts gefunden worden.

Die Infrastruktur des Industrie- und Gewerbegebiets zu gestalten sei insbesondere wichtig, um das zwischen Rational und Ilim Timber gelegene Gebiet Frauenwald II für Interessenten attraktiver zu machen, sagte Neuner. Die Verbindung von Frauenwald II und III, also die jetzige Fahrenheitstraße, war eigentlich schon 2006 geplant, wurde dann aber wieder verworfen: Die Lkw von Ilim Timber sollten nicht durch die Lechwiesen rauschen – dafür bekam das Sägewerk mit der Franz-Kollmann-Straße eine direkte Verbindung zur Iglinger Straße. Jetzt steht auch der direkte Weg zur B17neu offen.

Im Moment sind in Frauenwald II sieben Gewerbeparzellen ausgewiesen, von denen schon fünf von Firmen reserviert oder gekauft wurden, so zum Beispiel von Sipp Scooter-Shop. Auf den restlichen zwei Plätzen werden noch Freilegungsmaßnahmen ergriffen, also Rodung und Abriss der aus den Jahren 1938 bis 1945 stammenden Gebäude. „Mit dem Abriss wird noch dieses Jahr begonnen“, teilte Weber mit.

Die Anwesenheit von Iglings Bürgermeister Günter Först wurde bei der Verkehrsfreigabe begrüßt, da er dem Unterfangen laut Stadtverwaltung „nicht immer positiv“ gegenübergestanden habe. In einer Grundsatzvereinbarung stimmte die Gemeinde Igling dem Anschluss des Gewerbegebietes an die B17neu bereits 2005 zu. Er habe heute keine Bedenken mehr, dass die neue Straßenverbindung den Verkehr in Igling erhöhe, so Först, „aber die Beschilderung sollte rechtzeitig gemacht werden – je früher, desto besser.“

Susanne Greiner

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