Den Fall neu aufrollen

Die Gemeinde hat ihr Mögliches zur Erhaltung der Jugendhütte in Dienhausen getan – nun liegt die endgültige Entscheidung über den Abriss beim Landratsamt. Foto: kb

„Es eilt auf jeden Fall“, meint Bürgermeisterin Viktoria Horber. Das Baubehörde im Landratsamt hat die Beseitigung der Dienhausener Jugendhütte bereits an­geordnet, da diese nicht geduldet war. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat aber, die Verkehrssicherungspflicht für die „Elite Hütte“ zu übernehmen und bestimmte Martin Steger als Referenten. Nun liege es an der Kreisbehörde, über das Wohl und Wehe des beliebten Treffpunkts zu entscheiden.

Zwar sei die Jugendhütte in Dienhausen dem Landratsamt gemeldet worden – jedoch ohne Träger und somit nicht fristgerecht. Daraufhin ordnete das Bauamt an, die Hütte am 15. Mai zu beseitigen. Das wollte das Jugendhüttenteam nicht auf sich sitzen lassen: Es ersuchte die Hilfe der Gemeinde und Denklingen stellte einen Antrag auf Anerkennung. „Eigentlich war die Hütte ja schon reif für den Abriss“, sagt Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes. Doch nun versichert er: „Wenn eine Lösung der Gemeinde Denklingen vorliegt, werden wir den Fall neu aufrollen.“ Zwar wird die Gemeinde die Trägerschaft der Jugendhütte nicht übernehmen, allerdings beschloss der Gemeinderat in der vergangenen Woche, die Verkehrssicherungspflicht wahrzunehmen. „Die Gemeinde wird nun mit den Betreibern eine Hausordnung erarbeiten und sich bemühen, die Sicherheit am Gebäude zu erfüllen“, erklärt die Bürgermeisterin auf Anfrage des KREISBOTEN. Man habe Martin Steger als Referent bestimmt, der sich konkret um die Aufgaben der Sicherungspflicht und die vereinbarte Nutzung kümmern wird. „Er muss mindestens einmal im Jahr bei der Jugendhütte vorbeischauen und auch sichergehen, dass die Regeln, sowie auch das Jugendschutzgesetz eingehalten werden.“ Die erarbeitete Lösung, die der Gemeinderat in seinem Beschluss festlegte, werde in Kürze dem Landratsamt vorgelegt. „Die Gemeinde hat ihr Mögliches getan“, so Viktoria Horber. Die endgültige Entscheidung liege nun bei den Verantwortlichen in der Kreisbehörde. „Wir werden es uns nochmal anschauen und die Sicherheit überprüfen“, kündigt deren Pressesprecher an. Er weiß: „Die ,Elite Hütte‘ ist in einem guten Zustand und zählt zu den besten Jugendhütten beziehungsweise -Einichtungen im Landkreis.“

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