Am falschen Ende gespart?

Die Turnhalle des neuen Ammersee-Gymnasiums ist auf Dauer zu klein. Im kommenden Schuljahr springt die Marktgemeinde mit Belegungszeiten in ihrer Mehrzweckhalle ein. Verschiedene Gemeinderäte üben Kritik: „Da wurde am verkehrten Ende gespart“, so auch Hanni Baur (SPD). „Wer war für Planung und Bau der Halle und der Sportanlagen verantwortlich?“ Die Grünen-Gemeinderätin Petra Sander brachte die Diskussion mit einer Anfrage ins Rollen. Sie werde immer wieder darauf angesprochen, dass die Kapazitäten der zum Gymnasium gehörenden Zweifachturnhalle nicht ausreichten.

Der Landkreis Landsberg hatte der Gemeinde angeboten, statt der nach dem Schulraumprogramm vorgesehenen und auch vom Freistaat geförderten zwei Hallen eine Dreifachturnhalle zu bauen, wenn der Markt die Mehrkosten trägt, erinnerte Bürgermeister Herbert Kirsch. Dies hatten die Dießener Gemeinderäte damals jedoch aus finanziellen Gründen abgelehnt – ohnehin floss ein Zuschuss von 1,5 Millionen Euro. Derzeit könne man dem ASG noch aushelfen, so Kirsch, die Kapazitäten seien jedoch beschränkt. Die Mehrzweckhalle wird nicht nur von Schülern der Carl-Orff-Volksschule genutzt, auch der Mädchenrealschule stehen die drei Hallen zur Verfügung. Zudem werden in Dießen die Ganztagsklassen weiter ausgebaut, gab Kirsch zu Bedenken. Die Sorge von Wolfgang Salzmann (CSU), dass Aktivitäten der Vereine unter der starken Hallenbelegung leiden könnten, wurde zwar nicht geteilt. Ein klares Signal formulierte das Gremium jedoch in Richtung Landkreis, der sich als Sachaufwandsträger wohl langfristig Gedanken über eine Lösung machen müsse. In andere Hallen Es sei zwar keine Frage der Planung, aber man werde zukünftig mit dem Kreis reden müssen, so auch Schulleiter Klaus Rechenberger. Noch befindet sich das Gymnasium Dießen im Aufbau. Derzeit sind es 24 Klassen, im Herbst kommen die ältesten Schüler in die gymnasiale Oberstufe (elfte Klasse). Die derzeitige Schülerzahl von 650 wird bei voller Belegung auf maximal 900 anwachsen. Schon heute gebe es aber in vielen Jahrgangsstufen das Problem, dass drei Gruppen parallel im Sport unterrichtet werden müssten. Rechenberger. „Faktum ist: Wir sind auf andere Hallen angewiesen.“ Wie Pressesprecher Wolfgang Müller betont, sei man seitens des Landratsamtes mit dem ASG und der Gemeinde in gutem Kontakt. Handlungsbedarf wird derzeit allerdings nicht gesehen. Müller: „Das Problem ist momentan nicht akut.“

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