Fehlplanung am Kirchsteig in Dießen?

Einmal mehr steht die geplante Bebauung auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei am Kirchsteig in der Kritik. Im Bau- und Umweltausschuss lagen im Rahmen der Bürgerbeteiligung eine Vielzahl schriftlicher Einwände von Anliegern und deren Anwälte vor. Demnach liefe die Festsetzungen auf eine „Negativplanung“ heraus und schränkten Eigentumsrechte ein. Die Gemeinderäte indes lehnten die Einsprüche ab und hielten am Entwurf des Bebauungsplanes fest

. Wie berichtet, musste mit der Aufgabe der Gärtnerei ein neuer Bebauungsplan für das Areal zwischen Kirchsteig und Mühlbach aufgestellt werden. Danach sind im Norden und Westen vier zusätzliche Bauräume vorgesehen. Die angrenzenden Wiesen sollen als landwirt- schaftliche Grünflächen und als Teil eines zusammenhängenden Bandes, das sich im Wesentlichen südlich der Straße „Am Kirchsteig“ bis zur Klosteranlage erstrecken soll, erhalten bleiben. Nun haben die Anwälte für die Eigentümer von sieben Grundstücken dagegen Einwände gelten gemacht. Demnach laufe die Festsetzung auf eine Negativplanung hinaus und schränke die Rechte der Eigentümer ein. Ein Passus, den Dießens Bauamtsleiterin Johanna Schäffert mit Blick auf eine von den Eigentümern geforderte Erweiterung des Baufensters so nicht hinnehmen will: „Die innerörtliche Grünfläche ist nicht nur aufgrund der Siedlungsstruktur, sondern auch wegen des ökologischen Strukturreichtums besonders wertvoll.“ Der Grünzug müsse erhalten bleiben. In den Bebauungsplan aufgenommen wird auf Anregung des Wasserwirtschaftsamtes Weilheim ein rund fünf Meter breiter Uferschutzstreifen am Mühlbach, um die Gehölze und Einzelbäume zu erhalten. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses zeigten mit Blick auf den Bebauungsplanentwurf Flagge und stimmten geschlossen dafür. Damit wird die geänderte Fassung erneut öffentlich ausgelegt.

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