"Karawane in die Zukunft"

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„Team Istanbul“: Luca Schloderer, Leonhard Mandl, Nina Kosak, Sebastian Leiß, Selina Erbel und Theaterleiter der „Stelzer“ Wolfgang Hauck (v. links).

Landsberg – Es ist soweit: Die Koffer sind gepackt – auf geht’s in die Türkei. In ihren Ferien erleben die Landsberger Schüler Sebastian Leiß, Selina Erbel und Luca Schloderer einen internationalen Kulturaustausch auf Stelzen. Gemeinsam mit Wolfgang Hauck, Theaterleiter des Ensembles „Die Stelzer“, reisen sie nach Istanbul. Hier werden sie als Teilnehmer zusammen mit einer Gruppe von 172 Jugendlichen am Pasch Sommercamp „Karawane in die Zukunft – Kreativität grenzenlos“ mitwirken, das momentan in Istanbul stattfindet.

Unter dem Motto: „Wir in Südosteuropa“ treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Begleitlehrer aus Serbien, Kosovo, Montenegro, Bosnien, EJR Mazedonien, Kroatien, Griechenland, Zypern, Rumänien, Moldawien, Bulgarien, der Türkei und aus Deutschland. Sie erwartet ein breit gefächertes Angebot an Work- shops, in denen sie sich mit ihren Ideen künstlerisch einbringen können. 

Stelzentheater ist einer von vielen Bereichen, in denen sie im Sommercamp kreativ sein können. Die Stelzengruppe hat insgesamt 20 Teilnehmer. Vorbereitend wurde zuvor schon in gezielten Workshops geprobt: So trainierten im Januar im Stelzentheater-Workshop in Istanbul unter der Leitung von Produzent Wolfgang Hauck sowie Regisseur Peter Pruchniewitz 20 Jugendliche der Pasch-Schulen im Alter von 16 bis 18 Jahren fünf Tage lang intensiv das Theaterspiel auf bis zu 1,60 Meter hohen Stelzen. 

Im Gegenzug dazu sind im April 16 Jugendliche aus zwei Gymnasien in Istanbul nach Landsberg gereist, um zusammen mit zwölf Stelzen-erfahrenen Jugendlichen aus Landsberg vier Tage lang zu trainieren. Die Teilnehmer des Sommercamps erarbeiten in kleinen länderübergreifenden Teams ihre eigenen Visionen von Zukunft. Alle Teilnehmer präsentieren erstmals in Istanbul einen großen Theaterumzug auf dem Hippodrom – einer ehemaligen Rennbahn aus der Antike, mitten zwischen der blauen Moschee und der Hagia Sophia. „Dazu waren jedoch besondere Genehmigungen erforderlich“, meint Wolfgang Hauck, der den Umzug konzipiert hat. 

„Ich war noch nie in der Türkei und habe schon so viel von Istanbul gehört. Daher freue ich mich sehr und bin einfach nur sehr gespannt, wie das alles sein wird“, sagt Selina Erbel. „So eine große Stadt zu erleben und dann noch dort zu spielen ist für mich wahnsinnig aufregend“, betont auch Luca Schloderer. Für Nina Kosak ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Kulturen besonders inte-ressant: „Religion, Herkunft, Sprache und Geschichte, alles in einem Camp gebündelt. Das ist eine echte Kultur-Karawane in Europa und wir sind mitten drin!“

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