Ruhig, aber nicht in Gefahr

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„O’zapft“ war’s für fünf Tage auf dem Kauferinger Volksfest. Insgesamt wurde in diesem Jahr aber ruhiger gefeiert.

Kaufering – Erich Püttner kann seine Lederhosn wieder in den Schrank hängen. Die Dienstkleidung des Bürgermeisters zum Volksfest hat für ein Jahr ausgedient. Zeit für alle Beteiligten, Bilanz zu ziehen. Es war das 25. Volksfest in der Marktgemeinde. Fünf Tage lang wurde gefeiert.

Bürgermeister Erich Püttner zeigte sich zufrieden. „Abgesehen von den kleinen Vorkommnissen wurden unsere Erwartungen erfüllt“, betonte der Rathauschef auf Anfrage. Die „kleinen Vorkommnisse“ waren im Polizeibericht nachzulesen. 

Kaufering feiert fünf Tage lang

Sowohl beim Abend der Betriebe als auch beim Abend der Vereine musste die Polizei anrücken. Am Freitagabend hantierte ein Unbekannter in der Bar des Festzelts mit Pfefferspray. Eine Person wurde leicht verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Alkohol spielte beim Abend der Vereine eine Rolle. Ein betrunkener Kauferinger pöbelte die Gäste im Festzelt an. Er durfte die Landsberger Polizei in die Ausnüchterungszelle begleiten. Zu spät kam dagegen die Polizei, als ein unbekannter Randalierer einem Jugendlichen einen Schlag auf den Kopf versetzte. Der Jugendliche kam ins Krankenhaus, der Schläger hatte schnell das Weite gesucht. 

Recht friedlich ging es bei den Senioren der Marktgemeinde zu. Sie waren wie jedes Jahr am Freitagnachmittag von ihrer Heimatkommune zu einer Freimaß und einem halben Hendl eingeladen. Auch die Kinder hatten ihren Spaß. Am Montag war im Festzelt das Kasperle zu Besuch. Strahlende Kinderaugen waren auch auf den Karussell zu sehen und das von den Eltern häufigste gehörte Zitat war „nochmal fahren“. 

„Im Vergleich zu den Vorjahren ist es ruhiger geworden“, resümierte Festwirt Jochen Mörz. Ein volles Zelt konnte der Festwirt beim Abend der Vereine verbuchen. Etwas weniger Besucher waren dagegen beim Abend der Betriebe. Sorgenkind ist aber weiterhin der Sonntagabend. Für Jochen Mörz ist der Markt der Volksfeste schwieriger geworden. Vor allem die Schausteller waren nicht zufrieden. „So etwas spricht sich herum“, denn die Schausteller seien gut vernetzt, sagte der Festwirt. 

Das Kauferinger Volksfest sieht er aber nicht in unmittelbarer Gefahr. Allerdings müsse man aber daran arbeiten, das Volksfest attraktiver zu machen. Darüber habe es mit dem Bürgermeister schon Gespräche gegeben und auch einige neue Ideen seien bereits geboren worden. Mörz ist sich sicher, dass auch die Kauferinger nicht auf ihr Volksfest verzichten wollen.

Siegfried Spörer

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