Landsberg goes Independent!

Snowdance: länger, größer, attraktiver

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Mit elf zusätzlichen Leinwänden punktet im nächsten Jahr das Snowdance Independent Filmfestival. Schauspielerin Beate Maes(Foto) machte sich für die Einbeziehung des Cineplex Penzing (Hintergrund) als Abspielort stark.

Landsberg – Eine Frau setzt sich durch! Weil für das nächste Snowdance Independent Filmfestival bereits so viele Filme eingereicht wurden, kämpfte Beate Maes für mehr Leinwände. Die Schauspielerin und Vorsitzende der Vorauswahl-Jury überzeugte die Festival-Macher Tom Bohn, Heiner Lauterbach und Jürgen Farenholtz, mit dem Cineplex Penzing eine weitere Spielstätte zu etablieren.

Cineplex-Manager Oliver Kühne war spontan begeistert und freut sich auf die Kooperation mit dem Snowdance Festival, das vom 28. Januar bis 5. Februar 2017 in die vierte Auflage geht – mit Unterstützung des KREISBOTEN. Filmfreunde werden mit einem kostenlosen Shuttle-Bus vom Landsberger Hauptplatz nach Penzing und zurück gebracht. So kann neben dem offiziellen Wettbewerb in Rudi Gilks Olympia-Filmtheater ein wesentlich größeres und attraktiveres Rahmenprogramm gezeigt werden.

Seit dem Einreichungsstart am 28. März wurden bereits über 150 Lang- und Kurzfilme aus aller Welt in das Snowdance-Büro in der Alten Bergstraße geliefert. Das sieht nach einem neuen Rekord aus, wenn man die Einreichungszahl von 237 für das letzte Festival zugrunde legt. Tom Bohn und Beate Maes rechnen mit mindestens 400 Bewerbungen, was für das in nur drei Jahren erworbene Renommee des Festivals spricht.

Viele tolle Filme

Beate Maes, die gerade in der Chiemsee-Gegend die Hauptrolle in einer neuen Folge der „Rosenheim Cops“ dreht und jede freie Minute in Landsberg verbringt, freut sich über die neue Abspielstätte: „Als Vorsitzende der Vorauswahl-Jury habe ich bereits so viele unglaublich tolle Filme gesehen, die ein breites Publikum verdienen. Für den eigentlichen Wettbewerb müssen wir uns auf 30 Filme einigen, da bleiben zwangsläufig viele Favoriten auf der Strecke. Und die können wir jetzt trotzdem zeigen!“

Die Berliner Schauspielerin, bekannt aus TV-Serien wie „Sturm der Liebe“, „Küstenwache“, „Soko Kitzbühel“, „Tatort“, „Deutschland 83“ oder dem Kinohit „Männerherzen“, verlagert ihre Tätigkeit immer mehr in Bereiche hinter der Kamera. Sie ist als Coach für junge Talente tätig, leitet das Berliner Snowdance-Büro, koordiniert die vielen Film-Workshops im Rahmen des Landsberger Festivals und leitet die Vorauswahl-Jury. Snowdance-Erfinder Tom Bohn ist mit Beate Maes seit vielen Jahren eng befreundet und schätzt ihre absolute Zuverlässigkeit und Professionalität. Kein Wunder, dass sie auch die Hauptrolle in Bohns schwarzer Komödie „Black Wedding“ spielte, die derzeit in vielen Kinos läuft.

Riefenstahl-Doku

Beim Gespräch in der Likka-Lounge, übrigens auch beim Snowdance-Festival 2017 wieder Anlaufpunkt für Filmemacher und Fans, verriet Beate Maes noch einen Höhepunkt aus dem Programm, an dem das gesamte Team bereits mit Hochdruck arbeitet: In der Sonntags-Matinee am 29. Januar im Stadttheater wird erstmals auf großer Leinwand die Dokumentation „Leni Riefenstahl – Ihr Traum von Afrika“ gezeigt.

Gedreht hat den Film der bekannte Regisseur und Autor Ray Müller aus Münsing am Starnberger See. Er begleitete im Jahr 2000 die damals 97-jährige Riefenstahl in den Sudan, wo sie ihren geliebten Nuba-Stamm ein letztes Mal besuchte. Maes gefällt an diesem Film vor allem die emotionale und menschliche Seite von Leni Riefenstahl, die bis heute umstritten und doch geachtet wird ob ihres umfangreichen Film- und Fotoschaffens.

Über die geplante Werkschau mit Til Schweiger hat der KREISBOTE bereits berichtet. Neu ist, dass der Produzent und Mime viele Co-Schauspieler aus seinen Filmen mit nach Landsberg bringen will. Er war beim letzten Besuch anlässlich der Independent-Podiumsdiskussion so begeistert von der Lechstadt und dem Festival, dass er spontan für eine Werkschau mit allen seinen Filmen zugesagt hat – was seinen Busenfreund Heiner Lauterbach besonders freut, der als Festival-Direktor einer der Snowdance-Macher ist.

Spannende Unterhaltung

Der kreative Kopf des Dreigespanns mit Jürgen Farenholtz, der Dießener Tom Bohn, hat derzeit einen 18-Stunden-Tag. Neben der Festival-Organisation schreibt er gerade für Pro7 einen Politthriller, der in Serie gehen soll. Als Drehbuchautor und Regisseur zahlreicher „Tatort“-Krimis ist er prädestiniert für spannende Unterhaltung.

Neben dem Fernsehsender SKY als einer der Hauptsponsoren für Snowdance 2017 ist auch der KREISBOTE wieder als Medienpartner mit an Bord. Für unsere Leserinnen und Leser haben wir ein besonderes Schmankerl in petto, das wir demnächst präsentieren werden. Zwei Stichwörter dazu seien jetzt schon verraten: „Tschiller“ und „Weißwürste“…

Dieter Roettig

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