Leistungszentrum Segelflug

Jetzt geht’s hoch hinaus!

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Zum Windenstart am Leistungszentrum nutzen die Segelflieger das Gras neben der Start- und Landebahn des Fliegerhorsts Penzing.

Penzing – Knapp ein Jahr nach dem Beschluss der Anschaffung ist die neue Höhenwinde der Flugsportgruppe Landsberg jetzt in Betrieb genommen worden. Mit dieser speziellen Seilwinde ist es nun möglich, Segelflugzeuge lautlos auf etwa 1000 Meter zu schleppen. Dadurch wird ein neues Leistungszentrum für Segelflug am Fliegerhorst Penzing geschaffen.

Thomas Schneider zeigte sich erleichtert, dass die Flugsportgruppe Landsberg nach ein paar Monaten Verzögerung ihre neue Höhenwinde in Betrieb nehmen konnte. „Mit dieser werden nun völlig lautlos Starthöhen für Segelflugzeuge von 1000 Metern erreicht“, betont der Vorsitzende, der es sich nicht nehmen ließ, den Winden-Erstflug durchzuführen.

Mit neuer Winde hoch hinaus

Segelflugzeuge können zwar lautlos und ohne Motor mehrere hundert Kilometer zurücklegen, müssen dazu jedoch erst in die Luft gebracht werden. „Je höher der Start, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich für den Flug“, weiß Schneider. Der Start erfolge entweder an einer Seilwinde, an der das Flugzeug wie ein Drachen in die Luft gezogen wird, oder durch einen Schleppvorgang an einem Motorflugzeug. Das Problem bisher: Bei herkömmlichen Seilwinden werden Segelflugzeuge nur auf 300 bis 500 Meter Höhe über Grund geschleppt; bei Flugzeugschlepps dagegen geht es höher hinauf, sie sind allerdings deutlich teurer als Windenstarts, dauern länger und belasten die Umwelt mit Lärm.

Diesen großen Stolperstein hat die Flugsportgruppe Landsberg jetzt beiseite geräumt. Um die lange Startbahn am Fliegerhorst Penzing für höhere Windenstarts voll auszunutzen, be- schaffte man eine spezielle Höhenwinde. Schneider zu den technischen Details: „Sie verfügt über zwei Kunststoffseile mit je 3000 Metern Länge und einen 428 PS starken Motor.“ Am Fliegerhorst Penzing können „von Zaun zu Zaun“ 2700 Meter Seil ausgelegt werden, die durchschnittliche Schlepphöhe betrage damit etwa 1000 Meter.

Auch die Luftsport-Landesverbände aus Bayern und Baden-Württemberg seien an der neuen Seilwinde interessiert, denn durch die günstige Lage direkt an der A96 sei Landsberg aus dem gesamten Bereich der Verbände in drei Stunden mit dem Auto zu erreichen. Derzeit, so Thomas Schneider, sind in Süddeutschland „keine vergleichbaren Möglichkeiten vorhanden, günstig und schnell solche Schlepphöhen zu erreichen.“ 

Die Flugsportgruppe Landsberg e.V. betreibt seit 1951 zivilen Sportflugbetrieb am Fliegerhorst Penzing. Mit über 80 Mitgliedern ist sie der größte Luftsportverein im Landkreis Landsberg. Vorsitzender ist derzeit Thomas Schneider. Die Schwerpunkte des Vereins liegen neben der Jugendarbeit in der Ausbildung von Segelfliegern und Ultraleicht-Piloten. Weitere Infos auf www.fsgll.de.

mapl

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