Frauen gehen "schlankeln"

Bekannte wiedertreffen, sich austauschen und Neues erfahren – darum geht es für Toni Arnold, Marianne Winterholler und Ulrike Schamberger am Landfrauentag. Sie sind drei von rund 150 Frauen aus dem ganzen Landkreis, die dazu am Dienstag ins Sportzentrum kamen. Bei diesem „Schlankeltag“ – einen arbeitsfreien Tag – wie Kreisbäuerin Rita Behl erklärte, wurden aber auch Probleme, diskutiert – zum Beispiel in der Ausbildung zur Hauswirtschaftsmeisterin.

Statt Begrüßungsreden ließen die Landfrauen ihre Ehrengäste in einer Fragerunde zu Wort kommen. Kreisbäuerin Behl wollte Persönliches von Gästen wie Landrat Walter Eichner, Sigrid Knollmüller, Landsbergs 3. Bürgermeisterin, Kathrin Sonnenholzer (gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion) oder von Mathilde Herzog (Agrarbildungszentrum Landsberg) wissen. Die Frauen fanden‘s interessant zu erfahren, was die auf der Bühne am liebsten essen, wie sie sich ehrenamtlich betätigen und wie sie die Rolle der Frauen auf dem Land einschätzen. Am Nachmittag sollte genau das Thema sein – mit Emilia Müller, der bayerischen Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten beim Vortrag „Ohne Frauen kein Land“. Für Sonnenholzer übernehmen Frauen immer mehr Aufgaben, deshalb warnte sie vor einer Überforderung und appellierte: „Wir müssen schauen, wo wir selber bleiben!“ Und Mathilde Herzog, die die Abteilung Haushaltstechnik leitet, hatte eine andere Sichtweise: „Männer sind auch wichtig. Wenn beide zusammenarbeiten, funktioniert’s!“ Vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten informierte Hans-Jürgen Gulder. Ein beliebter Kurs, mit dem viele Frauen zur Hauswirtschaftsmeisterin ausgebildet werden, wird demnächst gestrichen. Gulder bat um Verständnis für die Engpässe in seiner Abteilung. „Der Hauswirtschafts-Lehrgang sei ein Opfer des Stellenabbaus.“ So sei kein Personal mehr für den Kurs da. Rita Behl bleibt aber optimistisch: „Wenn was geht, kommt auch wieder was Neues.“ Sie hat schon etwas im Hinterkopf: Ihrer Meinung nach könnten solche Kurse auch von Volkshochschulen angeboten werden. Das sei dann zwar ohne den Abschluss „staatlich geprüft“, aber schließlich gehe es um das Wissen. Genaues wollte Behl aber noch nicht sagen, erst gelte es noch, verschiedene Stellen abzuklopfen.

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