Freibaden wird teurer – Werkausschuss hebt die Eintrittspreise fürs Inselbad zum 1. Mai an

Sieben Jahre lang waren die Eintrittspreise fürs städtischen Inselbad stabil, da wird’s wieder mal Zeit für eine Anpassung. Und die nahm der Werkausschuss des Stadtrates am Mittwoch einstimmig vor. Auch nach der „moderaten Erhöhung“ aller Kartenarten liege man immer noch unter dem Preisniveau der anderen Freibäder im Landkreis, betonte OB Ingo Lehmann (SPD).

Die auf den ersten Blick doch recht großen Sprünge nach oben rechtfertigte Lehmann mit den zurückliegenden sieben Jahren ohne Veränderung. „Wir können nicht in kleinen Schritten Jahr für Jahr erhöhen, weil daraus ungerade Beträge resultieren, die an den Kassenautomaten Problem aufwerfen.“ Jetzt aber war es wieder an der Zeit. Jeweils um 50 Cent klettern die Preise für die Abendkarte (jetzt 2,50 Euro) und die Tageskarten für Erwachsene (4 Euro) sowie Jugendliche (2,50) nach oben. Die 10er-Karten kosten statt 25 und 15 Euro künftig 30 (Er­wach­sene) und 20 Euro (Jugendliche). Familien müssen in Zukunft 10 Euro mehr, also 110 Euro berappen. Die Anhebung bei der Saisonkarte für Erwachsene von 70 auf 80 Euro hinterfragte Christoph Jell (UBV). „Da muss man ja 20 Mal schwimmen gehen“, rechnete er vor und sah die wichtigste Einnahmequelle schon etwas wegbröckeln. Lehmanns Kommentar: „Spaß macht eine Gebührenerhöhung nie, aber Spaß macht auch ein 450000 Euro-Defizit nicht.“ Zuvor hatte Jonas Pioch (UBV) davor gewarnt, die „Hauptkundschaft zu verprellen.“ Die Saisonkarte für Jugendliche sollten nämlich von 25 auf 40 Euro angehoben werden. Die Botschaft Piochs kam an, einstimmig folgte der Ausschuss dem OB-Kompromiss, bei der Jugend nur um zehn Euro zu erhöhen. Nicht gerecht behandelt sah CSU-Chef Helmut Weber Alleinerziehende im Bereich der Saisonkarte. Obgleich nur ein Verdiener da sei, müssten sie ebenso viel bezahlen wie ein Ehepaar mit zwei Verdienern. Das Thema war schnell vom Tisch: „Wie wollen Sie denn das nachprüfen?“, so der OB.

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