"Kathi 38" wird mobiler

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Dank eines Zuschusses der Glücksspirale wird die Caritas in Landsberg deutlich mobiler; darüber freuten sich bei der Übernahme des neuen Kleintransporters (von links) Geschäftsführer Alois Handwerker, Tageseinrichtungsleiterin Claudia Mühlendyck sowie Vorstandsvorsitzender Gerhard Gantenhammer.

Landsberg – „Kathi 38“, die Caritas-Begegnungsstätte für Menschen mit Suchtproblemen, hat ein neues Auto. Gerhard Gantenhammer, Vorstandsvorsitzender der Caritas Landsberg, Geschäftsführer Alois Handwerker und Claudia Mühlendyck, Leiterin der Tagesein­richtung, nahmen den Transporter in Empfang.

Die Anschaffung des Neunsitzers wurde von der Glücksspirale mit einem Zuschuss von 8650 Euro gefördert. Mit dem Fahrzeug werde die Tagesbegegnungsstätte ihr bestehendes Angebot „deutlich auswei­ten“ können, hieß es bei der Übergabe. Für Menschen mit Suchterfahrungen können Angebote zur Gestaltung ihres Alltags und die Gemeinschaft mit anderen Betroffenen hilfreich sein, um ihr eigenes Leben wieder als sinnvoll und lebenswert zu erfahren. Die Begegnungsstätte in der Landsberger Katharinenstraße bietet ihren Besuchern diese Möglichkeiten. 

Sie gestaltet zusammen mit ihnen ein Programm, in das sie sich mit ihren Fähigkeiten einbringen und dadurch wieder Selbstvertrauen gewinnen können. Claudia Mühlendyck und ihr Team organisieren auch Ausflüge für ihre Klienten, die sie wieder mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen lassen. Ohne eigenes Fahrzeug waren die Möglichkeiten der Caritaseinrichtung jedoch bisher begrenzt. Mit dem Transporter, der neun Personen Platz bietet, wird es in Zukunft einfacher sein, an die nahegelegenen Seen, in die Berge oder benachbarten Orte zu fahren. „Wir wollen uns außerdem mit Tageseinrichtungen in anderen Städten vernetzen und zusammen mit ihnen Ausflüge unternehmen“, so Mühlendyck. 

Und auch mehrtägige Ferienfreizeiten mit dem großen Fahrzeug hält sie für denkbar. Den wertvollsten Dienst leistet der Wagen jedoch im täglichen Einsatz. Mit ihm werden beispielsweise mittellose Klienten zur Ausgabestelle der „Landsberger Tafel“ gefahren, wo sie Nahrungsmittel für den persönlichen Bedarf erhalten. 

Zeit für Fahrdienst? 

Und für viele Betroffene aus dem Landkreis wird es dank des Fahrzeuges überhaupt erst möglich sein, die Angebote der Caritas wahrzunehmen. „Oft haben sie entweder selbst keinen Führerschein oder sie können sich ein Bus- oder Bahn­ticket nicht leisten“, weiß Mühlendyck. 

Nach Absprache werden sie nun mit dem neuen Transporter von zuhause abgeholt und zur Begegnungsstätte in die Katharinenstraße gefahren. Für diesen Fahrdienst sucht Mühlendyck weitere ehrenamtliche Unterstützer. Mit ihrer Hilfe und der neu gewonnenen Mobilität können noch mehr Menschen „Kathi 38“ kennenlernen, im Austausch mit Fachkräften und anderen Betroffe­nen ihre eigenen Stärken wiederentdecken und zu einer sinnvollen Lebensführung zurückfinden.

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