Engagiert fürs Kinderhospiz

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Kleine Stärkung nach getaner Arbeit im Traidtcasten: „Theotinum“-Koordinatorin Irmgard Schleich (2. v. links) freute sich, dass sich so viele Menschen am 1. Freiwilligentag mit dem Thema „Hospizherberge“ beschäftigten.

Dießen – In 16 Projektgruppen ist am 1. Freiwilligentag (Samstag) im Landkreis diskutiert, gelacht, gebastelt, gehämmert, gefilmt oder aufgeräumt worden. Mehr als 100 Freiwillige beteiligten sich an den Angeboten von zahlreichen Vereinen und Initiativen. Großen Zulauf hatte das Projekt des Kinderhospizvereins „Theotinum“ im Traidtcasten: 45 Teilnehmer, darunter auch Kinder und Jugendliche, kamen zur „Ideenwerkstatt Hospizherberge“.

Wie schon mehrfach berichtet sucht der Verein mit Sitz in Dießen nach einem geeigneten Standort für eine „Hospizherberge“, in der Familien mit schwerkranken Kindern Unterstützung und Begleitung bekommen sollen. Anlässlich des Freiwilligen(sams)tages formierten sich schon morgens um 10 Uhr fünf Arbeitsgruppen, um Ideen zu sammeln, die das Leben im Hospiz abwechslungsreich und möglichst angenehm machen sollen. Dass Lachen dabei eine ganz wichtige Rolle spielt, durften die Teilnehmer des Clownworkshops unter professioneller Leitung erfahren. Auch die Planung von Freizeittouren in Dießen und Umgebung war Gegenstand eines Workshops. Routenpläne mit detaillierten Auskünften über die örtlichen Begebenheiten wurden erstellt, so dass auch Familien mit kleinen Rollifahrern gut planen können.

In einer weiteren Gruppe arbeitete man jahreszeitliche Beschäftigungsprogramme aus, die später Ehrenamtliche mit Geschwisterkindern von Kranken durchführen können. Mit von der Partie: Therapiehund „Holly aus Fürstenfeldbruck. Die Australian Shepard-Dame wurde von Tanja Glötzel mehrere Jahre ausgebildet und liebt Kinder ganz besonders.

Zum Basteln mussten selbstverständlich jahreszeitliche Naturmaterialen (Blumen, Blätter, Früchte) gesammelt werden. Auch hiefür hatte sich bei strahlendem Sonnenschein schnell eine Gruppe bereit gefunden, die in die reizvolle Umgebung rund um den Klosterhof ausschwärmte. Stärkung gab es am Nachmittag an der großen Kaffeetafel.

Anschließend präsentierten die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse, von denen Irmgard Schleich, Koordinatorin des Vereins Theotinum, und Regisseur Marius Langer gleichermaßen begeistert waren. Der Filmemacher war viele Jahre fürs Bayerische Fernsehen tätig. Mit seiner Arbeitsgruppe „Film ab“ sammelte Langer am ersten Freiwilligentag Drehbuchideen für einen Kurzfilm zum Thema „Hospizherberge“, der möglichst bald umgesetzt werden soll.

Ursula Nagl

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