Start eines "Erfolgsmodells"

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Tobias Sommer (rechts), hier mit Kindern beim Spielmobil.

Fuchstal – Selten sitzen so junge Leute mit am Ratstisch: Der 17-jährige Tobias Sommer hat über seinen Bundesfreiwilligendienst beim Sportverein Fuchstal berichtet. Seit September 2015 ist er mit unterstützenden Aufgaben im SV, aber auch im Fuchstaler Ferienprogramm und im schulischen Bereich betraut. Ralf Klein, der Jugendleiter bei den Fußballern mit ihren zehn Nachwuchsmannschaften, sprach vom Rückblick „auf das erste Jahr eines Erfolgsmodells“.

Tobias Sommer aus Asch, der im letzten Jahr am Dominikus-Zimmermann-Gymnasium in Landsberg Abitur machte, wird Ende August seinen Bundesfreiwilligendienst nach zwölf Monaten beenden und voraussichtlich in München mit einem Studium beginnen. Doch der Sportverein hat das klare Signal bekommen, dass die Gemeinde für ein weiteres Jahr die Kosten für einen Bufdi übernimmt. Diese „Stelle“ im Bundesfreiwilligendienst wird noch ausgeschrieben. 440 Euro pro Monat bzw. 5.280 Euro im Jahr wendet die Gemeinde dafür auf.

Er sei „total zufrieden“ mit dem, was er seit September 2015 alles gemacht und an Erfahrung hinzugewonnen habe, schilderte Tobias Sommer vor den Gemeinderäten. Zu seinen Tätigkeiten gehörten das Planen und Absolvieren von Trainingseinheiten, die Unterstützung der Übungsleiter, das Mithelfen beim Integrieren von Flüchtlingen ins Vereinsleben, die Platzpflege und die Aktualisierung der Homepage.

Weitere Aufgaben waren, wie Tobias Sommer ergänzte, das Erstellen eines Jugendkonzeptes, das Mitwirken beim Raiffeisencup 2016, der monatelang vorbereitet und Anfang Juli abgehalten wurde, die Mittagsbetreuung der Grundschüler, aber auch Unterstützung in der gebundenen Ganztagsklasse. Auch ging er bei der Spaßolympiade im Ferienprogramm der Betreuerin zur Hand. Jugendpfleger Moritz Hartmann und Eva Klein von der Mittelschule Fuchstal würdigten in kurzen Berichten ausdrücklich das Engagement von Tobias und baten darum, wieder für ein Jahr einen Jugendlichen im Rahmen des Bundesfreiwilligendiensts zu beschäftigten.

Die Gemeinderäte haben dafür die Ausgaben bis Sommer 2017 bewilligt. In der Diskussion meinte Franziska Welz (Seestall), dass der Bufdi auch in anderen Fuchstaler Vereinen mithelfen könne, falls es mal zu Engpässen komme. Josef Weber legte Wert darauf, dass der Jugendliche aus dem Gemeindebereich komme und nicht von auswärts. Schließlich fördere man nicht nur den Verein, sondern auch eine junge Person.

Die Stelle als Bufdi wird freilich ausgeschrieben; daher ist nicht auszuschließen, dass ein Mädchen oder ein Bursche aus benachbarten Gemeinden sich dafür genauso interessiert und evtl. auch genommen wird. Mit der Auswahl ist der SV Fuchstal befasst, im Speziellen der Abteilungschef der Fußballer, Holger Sauter, und Jugendleiter Ralf Klein.

Johannes Jais

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