Fünf bunte Wochen

Am „runden Tisch“ stellten die Veranstalter unter der Leitung von Sigrid Knollmüller (2. von rechts) und Ulla Kurz (links daneben) das Programm für die Kulturtage vor. Foto: Bauch

Warum feiert Landsberg Jubiläum? Was geschah vor 850 Jahren? Das Salz, das Mittelalter, die Wandlung der Stadt bis zur Neuzeit – alles Themen bei den Kulturtagen. In diesem Jahr stehen sie im Rahmen der Jubiläumsfeier von Landsberg. Vom 22. April bis zum 26. Mai ist ein breites Spektrum geboten. Kürzlich stellten die Veranstalter zusam­men mit Ulla Kurz vom Kultur- und Fremdenverkehrsamt und Landsbergs dritter Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller das bunte Programm bei einem „runden Tisch“ vor.

Die Landsberger Kulturtage finden erst zum zweiten Mal statt und sollen nun ein Traditionsprogramm werden, das alle zwei Jahre die Stadt bereichert. Und schon in diesem Jahr wird die Messlatte anlässlich des Jubiläums sehr hoch gelegt: Mit einem abwechslungsreichen Programm aus weiteren Ausstellungen, Führungen, Theaterstücken und Konzerten rund um die Lechstadt wollen die Kulturtage das Publikum locken. „Wir haben ein vielseitiges und wunderschönes Pro-gramm zusammengestellt“, verspricht Sigrid Knollmüller. „Die 850-Jahr-Feier beginnt mit den Kulturtagen, aber im gesamten Jahr findet noch mehr Kultur in Landsberg statt.“ Den Auftakt der Veranstaltungen bietet eine Ausstellung und die dazugehörige Auslobung des Architekturpreises vom Wessobrunner Kreis. Ab dem 22. April sind die prämierten Arbeiten im Rathaus-Foyer zu sehen. Eine weitere Ausstellung im Foyer beginnt am 28. April mit einer Vernissage und heißt „Dauer und Zerbrechlichkeit“. Weiteres Highlight wird eine Ausstellung im Stadtmuseum sein: Landsberg und das Salz. Sonja Fischer erklärt, dass es interaktiv zugehen wird. Für Kinder, Schüler und Jugendliche ist der Eintritt frei. „Wir wollen uns gezielt an Schulklassen und Kindergartengruppen wenden“, so Fischer. Ab dem 6. Mai geben dann eine Reihe von Konzerten unterschiedlicher Genren den Ton an: Kammerkonzerte, Chorklänge, Rathauskonzert und Blasmusik vereint mit Jazz und orientalischen Klängen sowie viele mehr. Es wird das letzte Rathauskonzert unter der Leitung von Gerhard Johannes sein und gleichzeitig der krönende Abschluss der Kulturtage. „Ich gebe die Leitung mit Freuden ab“, so der Musiker. „Aber man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“ Gleichzeitig mit der Stadt begeht die Musikschule ihr Jubiläum: Sie besteht seit 125 Jahren und das wird mit drei verschiedenen Konzerten gebührend gefeiert. Sowohl ein Trommelkonzert als auch ein Musikmärchen und ein Konzert der Jüngsten aus der Schule steht auf dem Programm. Für kleine sowie für große Zuschauer ist das Musikmärchen über einen kleinen Lechkiesel. Präsentiert wird die Geschichte von Helbert Häberlin am 19. Mai mit Musik von Gruber und Maklar und dem Text von Florian Werner. „Der Schwerpunkt ist das anders sein des Kiesels, denn er kann sich weich machen“, so Häberlin. „Er ist etwas Besonderes.“ Ins Mittelalter entführen die Landsberger Bands Cumulo Nimbus und Bernsteyn am 20. Mai auf der Kleinkunstbühne s´Maximilianeum. „Es ist sozusagen ein Doppelkonzert: zwei zum Preis von einem“, so Michael Gaßner. „Außerdem kommen ein paar Überraschungsgäste.“ Unerwartetes muss man auch beim interaktiven Theater von Wolfgang Nägele in Kauf nehmen: An mehreren Stationen in der Altstadt werden die Zuschauer in das Stück eingebunden. „Ein Abenteuer für das Publikum“, so der junge Regisseur. „Aber auch für uns.“ Der Hauptplatzumbau soll die Kulturtage übrigens nicht stören. „Niemand braucht Angst haben, dass etwas ausfallen muss. Der Umbau interessiert uns sozusagen gar nicht“, meint Knollmüller. Alle Infos zu den Kulturtagen gibt es beim Kultur- und Fremdenverkehrsamt unter Tel.: 08191/128246 oder auf www.landsberg.de.

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