Fürs große Kinderfest neu aufgestellt

Noch ist es ein Jahr hin, bis das Ruethenfest im Juli 2011 wieder tausende Zuschauer nach Landsberg lockt, doch schon jetzt wirft das zu den größten Kinderfesten Süddeutschlands zählende Spektakel seinen Schatten voraus. Während bereits eifrig an den neuen Kostümen geschneidert wird, präsentierte der Ruethenfestverein am Montag im Landsberger Rathaus erstmals das neue Logo der alle vier Jahre stattfindenden Veranstaltung.

Entworfen hat es die Landsbergerin Inge Egger, die seit 2008 für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zuständig ist. Das bisherige runde Logo sei einfach nicht mehr zeitgemäß gewesen und habe auch keinen Bezug zur Stadt hergestellt, erklärt der Vorsitzende Tobias Wohlfahrt, der daher Egger um eine Überarbeitung bat. Dass daraus nun ein gänzlich neues Motiv geworden sei, sei so erst gar nicht beabsichtigt gewesen, sagt die Künstlerin. Doch habe der Vorstand ihren eigenen Entwurf mit einem Kinderpärchen vor der Silouhette eines Turms , der an das Bayertor erinnert, begeistert aufgenommen. Auch das Plakat hat Egger im selben schlichten Stil neu gestaltet und dafür diesmal auf ein Foto zugunsten einer zeichnerischen Darstellung dreier tanzender Kinder verzichtet. „Es sollte möglichst plakativ wirken, eine klare Linie haben.“ Logo und Plakat sind jedoch nicht die einzigen Neuerungen, welche sich die Organisatoren haben einfallen lassen. Neben einem neuen, realistischeren Turm für den Jungfernsprungturmwagen sollen sich die Kinder bald erstmals statt über die Schulen im Internet fürs Ruethenfest anmelden können. Möglich macht das eine neue Homepage, die seit Montag erreichbar ist und auf der alle Infos rund um die Veranstaltung gebündelt werden sollen. Dort finden sich – neben Bildern aus den vergangenen Jahren – auch erste Eindrücke der Proben zum Ruethenfest-Spiel, das im nächsten Jahr seine Premiere feiert. Das abendfüllende Programm soll den traditionellen Festumzug mit einer „theatralischen Inbesitznahme der Stadt durch Jugendliche“ einleiten und ergänzen, so die Organisatoren. Die Finanzierung des gemeinsamen Projekts von Ruethenfestverein und Theater auf Stelzen sei durch Fördermittel gesichert, erläutert Wohlfahrt. Volle Besetzung Bereits zum vierten Mal wird dagegen im Rahmen des Ruethenfests die Carmina Burana aufgeführt, doch auch hier haben sich die Organisatoren etwas neues einfallen lassen. So wird Leiter Johannes Skudlik erstmals auf eine volle Orchesterbesetzung zurückgreifen können. Wie schon 2007, als ein Gewitter die Organisatoren unfreiwillig zu Programmänderungen zwang, sollen auch diesmal die Tanz- und Abschlussveranstaltungen gemeinsam am Sonntag das Ruethenfest beschließen. „Das ist 2007 sehr gut angekommen“, begründet Wohlfahrt die Entscheidung. An der Dauer ändert sich dagegen nichts: Vom 15. bis 24. Juli 2011 stehen wieder neun Tage im Zeichen des Kinderfests.

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