Fürs große Zentrum der Bewegung"

Planerin Andrea Kreil (rechts) bespricht mit Martina Goldbrunner und Christa Rieß (von links) den Fragebogen, der ab nächster Woche in Geltendorf verteilt wird. Foto: Osman

Am kommenden Montag startet in Geltendorf die Umfrage zur neuen Sporthalle. Dabei sollen die Wünsche und Vorstellungen möglichst aller Bürger, inklusive der Kinder, erfasst werden. Eine Schar von etwa 50 Freiwilligen wird mit zunächst 1000 Fragebögen in der Gemeinde ausschwärmen, außerdem gibt es die Möglichkeit, über das Internet mitzumachen. In der Grundschule und den Kindergärten finden vereinfachte Befragungen statt.

Wie im KREISBOTEN berichtet, wagt sich Geltendorf als erste Gemeinde in Bayern an die „kooperative Sportstättenplanung“. Dabei soll ein auf die Bedürfnisse der Bürger maßgeschneidertes Konzept heraus­- kommen. Ein sechsköpfiger Arbeitskreis aus Gemeinderäten und engagierten Freiwilligen begleitet das Projekt, das fachlich von der auf Sportstättenbau spezialisierten „kplan AG“ aus Abensberg betreut wird. Planerin Andrea Kreil hat den 15-seitigen Fragebogen entwickelt, der bis ins Detail die Sportgewohnheiten und Wünsche der Bürger untersucht. Welche Sportart wird wann, wo, wie oft und in welcher Intensität betrieben? Wie ist der Sport organisiert? Wie werden die vorhandenen Sportstätten beurteilt? Wie müsste das optimale Angebot aussehen? Die Freiwilligen, darunter viele aktive Vereinsmitglieder, werden zunächst in ihren Gruppierungen und im persönlichen Be­- kanntenkreis die Umfrage durchführen. Per Schneeballsystem soll der Fragebogen weitergegeben werden und möglichst jeden erreichen. Er kann entweder an die Interviewer zurückgegeben oder in bereitstehende Wahlurnen bei den örtlichen Banken und im Rathaus geworfen werden. Über die Internetseiten der Gemeinde (www.gemeinde-geltendorf.de), der Sportvereine TTC und TSV (www.ttcgeltendorf.de sowie www.tsvgeltendorf.de) und die Seite www.walleshausen.net kann man online mitmachen. Eine halbe Stunde Damit ist theoretisch nicht ausgeschlossen, dass jemand mehrfach teilnimmt. Martina Goldbrunner vom Arbeitskreis Neue Turnhalle hält das jedoch für unwahrscheinlich. „Der Fragebogen ist so umfangreich, den füllt niemand freiwillig zweimal aus.“ Etwa eine halbe Stunde müsse man investieren, wenn man alle Fragen sorgfältig bearbeiten will. Die Aktion soll zunächst bis Ende Januar laufen, kann aber bei Bedarf verlängert werden. In der Arbeitsgruppe ist man sehr gespannt auf das Ergebnis der Befragung. „Theoretisch kann alles dabei herauskommen“, so Goldbrunner. „Auch, dass wir gar keine Halle brauchen.“ Ernsthaft glaubt das aber niemand. Die Turnhallen in Walleshausen und Geltendorf sind schon jetzt mehr als ausgelastet. Die Vereine wünschen sich dringend eine Sportstätte, die die Normen für Wettkämpfe erfüllt, zum Beispiel für Hallenfußballturniere. Die Tennisspieler hoffen auf Möglichkeiten fürs Wintertraining. Die Anhänger von Yoga oder Taedwon-Do möchten nicht mehr provisorisch im Bürgersaal untergebracht sein. „Die Nachfrage nach Sportangeboten wird immer größer, und die Vielfalt der Sportarten auch“, fasst Planerin Andrea Kreil zusammen. „Die momentane Infrastruktur entspricht dieser Entwicklung nicht mehr.“ „Unsere Vision ist ein großes Zentrum für Bewegung“, sagt Martina Goldbrunner. Zum Beispiel eine Wettkampfhalle mit Zuschauertribünen und zusätzlichen Räumen für Yoga, Herzsport, Fitness-Training. Denkbar wäre sogar, bei entsprechender Nachfrage einen kommerziellen Anbieter mit ins Boot zu holen. Goldbrunner: „Eine Anfrage haben wir schon.“

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