An jeder Seite eine Gabriele

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Kauferings Bürgermeister Erich Püttner wird in der neuen Legislaturperiode mit viel Charme vertreten. Gabriele Triebel (links) und Gabriele Hunger (rechts) wurden zur 2. und 3. Bürgermeisterin gewählt.

Kaufering – Das Interesse der Kauferinger am neugewählten Marktgemeinderat war doch recht groß. In der konstituierenden Sitzung im Thomas-Morus-Haus stand neben der Vereidigung der neuen Räte auch die Wahl der beiden Stellvertreter/innen für Bürgermeister Erich Püttner an. Wie erwartetet setzten sich Gabriele Triebel (GAL) und Gabriele Hunger (CSU) durch.

Bei der Stellvertreterwahl gab es somit keine Überraschungen. Im Vorfeld waren bereits Gabriele Triebel und Gabriele Hunger genannt worden. Triebel wurde mit 20 von 24 Stimmen zur 2. Bürgermeisterin gewählt. Vier Stimmzettel waren leer abgegeben worden. Auf 3. Bürgermeisterin Gabriele Hunger entfielen 19 Ja-Stimmen, je eine erhielten Rosina Heinle und Manfred Nieß. Drei Zettel wurden leer abgegeben. Gabriele Hunger standen die Tränen der Rührung in den Augen.

Auch über die Entschädigung der stellvertretenden Bürgermeisterinnen stimmten die Ratsmitglieder ab. Die Verwaltung hatte eine Reduzierung der Aufwandsentschädigung vorgeschlagen, kam damit jedoch nicht durch. Die Mehrheit der Marktgemeinderäte sprach sich dafür aus, die Entschädigung so zu belassen wie bisher. Lediglich die GAL-Fraktion schlug eine Kürzung um zehn Prozent vor. Mit 18 Ja-Stimmen wurde mehrheitlich beschlossen, die monatliche Pauschale bei 325 Euro und die Tagespauschale im Vertretungsfall auf bei 140 Euro zu belassen.

Neue Geschäftsordnung

Der Marktgemeinderat wird sich auch eine neue Geschäftsordnung geben. Der Entwurf liegt vor und soll in der nächsten Sitzung am 28. Mai abschließend behandelt werden. Bis dahin gilt die alte Geschäftsordnung weiter. Die Sitzungen des Marktgemeinderates sollen weiter wie bisher am zweiten Mittwoch eines Monates immer um 19.30 Uhr stattfinden. Thomas Salzberger schlug die Festlegung des Sitzungsendes auf 23 Uhr vor. Auch darüber wird noch abgestimmt werden.

Breiten Raum nahm die Diskussion über die Ausschüsse ein. Im Ergebnis wird es wie in der Vergangenheit die gleichen vorberatenden und beschließenden Ausschüsse geben. Unterschiedliche Auffassungen gab es über die Zahl der Mitglieder in den einzelnen Ausschüssen; zur Auswahl standen acht, sieben oder sechs. Meinrad Mayrock (CSU) fand, dass die Zusammensetzung die Ausschüsse das Wahlergebnis wiederspiegeln sollte und plädierte für acht Ausschussmitglieder. Für Dr. Klaus Bühler von der Kauferinger Mitte, die erstmals mit vier Räten an der Sitzung teilnahm, würden dage­- gen sechs Mitglieder pro Ausschuss reichen. Über die Besetzung jedes einzelnen Ausschusses wurde abgestimmt. Ein langwieriges Verfahren, dass dazu führte, dass immer mehr Zuschauer sich auf den Nachhauseweg machten.

Die Ausschüsse für „Planung, Bau, Verkehr und Umwelt“, „Finanzen und Haushalt“, „Generationen, Soziales, Sport und Kultur“ sollen zukünftig mit sieben Mitgliedern plus Bürgermeister besetzt sein, der Redak- tionsausschuss wird sechs Mitglieder haben. Mit acht Mitgliedern soll der Werkausschuss besetzt werden. Der Rechnungsprüfungsausschuss wird sieben Mitglieder haben.

Ähnlich wie bei den Aufwandsentschädigungen für die Bürgermeisterstellvertreter gab es einen GAL-Antrag auf eine zehnprozentige Reduzierung. Die Verwaltung wollte sogar nur eine Sitzungspauschale von 40 Euro und 10 Euro „Technikpauschale“ ansetzen. Mit 13:11 Stimmen einigte sich der Rat auf 75 Euro Pauschale im Monat und 25 Euro für jede angefangene Sitzungsstunde. Das entspricht der Aufwandsentschädigung in der letzten Legislaturperiode.

Siegfried Spörer

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