Gäste waren nicht zu stoppen

Die Spieler des Landsberg X-Press bekamen im letzten Bayernliga-Heimspiel die Defensive der Munich Rangers nicht in den Griff. Foto: Krivec

Es war kein guter Tag für den Landsberg X-Press: Gegen die Munich Rangers gab man beim 28:31 einen durchaus möglichen Sieg aus der Hand, Florian Borchert verletzte sich schwer und in den Schlusssekunden leistete sich auch noch das Schiedsrichterteam einen folgenschweren Fehler.

Begonnen hatte im Interconference-Spiel alles durchaus noch nach den Vorstellungen von Coach Stefan Neblich und der 322 Zuschauer. Gleich im ersten Drive hatte Dominik Schäfer nur noch ein Yard zu überwinden, nach seinem Touchdown und dem anschließenden Extrapunkt stand es schnell 7:0. Die Münchner machten dann aber postwendend unmissverständlich klar, dass sie an diesem Spieltag ein harter Gegner sein würden. Den Kick-off-return trugen sie über das ganze Feld an den staunenden Landsbergern vorbei und glichen zum 7:7 aus. Bereits das erste Viertel war symptomatisch für die gesamte Spielzeit: Denn dass Jason Bertrand ein guter Quarterback ist, hat sich offenbar auch bis München herumgesprochen. Die Defensive der Rangers machte großen Druck auf den Kanadier, die X-Men konnten Bertrand nicht immer ausreichend schützen. Nachdem er in einem Drive gleich dreimal zu Fall gebracht worden war, gab es bereits eine kurze Diskussion mit dem Trainer, während der allerdings die Defensive weder das Pass- noch das Laufspiel der ebenfalls starken Münchner Offensive stoppen konnte – 7:13. Beide Teams setzten vor der Pause noch einen Touchdown – auf Landsberger Seite durch Florian Borchert. Das dürfte allerdings für einige Zeit seine letzte Tat für den X-Press gewesen sein. Borchert wurde in der Halbzeit mit gebrochenem Arm ins Krankenhaus gebracht. Die körperlichen Schmerzen hatte er, die sportlichen haben die Landsberger: Der Wide Receiver ist seit Jahren Punktegarant und eine der Stützen des Offensivspiels. Die Gastgeber mussten daraufhin ihr Angriffsspiel umstellen. Mit kurzen Pässen auf Schäfer gewannen sie viel Raum, die zwei Touchdowns machte dann Bernhard Bloch (5 Yards und 15 Yards), Bertrand gelang höchstpersönlich noch eine 2-point-conversion. Das war eine ordentliche Vorstellung – doch auf der Gegenseite bekam man die Münchner Offensive nicht in den Griff. Vor deren nächstem Touchdown konnte sich der Quarterback aussuchen, auf welchen seiner freien Receiver er den 50-Yard-Pass wirft; vor dem letztlich entscheidenden 28:31 war das Laufspiel der Gäste nicht zu stoppen. Dennoch wäre für den X-Press durchaus noch etwas drin gewesen: 21 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Jason Bertrand mit dem Ball an der 11-Yard-Linie in Richtung Auslinie spurtete, knapp vor dem Schlusspfiff ins Aus ging und so einen vermeintlich letzten Angriff aus aussichtsreicher Position erreichte. Die Schieds-richter allerdings hatten die Uhr drei Sekunden zu früh gestartet, verweigerten den „clock reset“ und entließen unter einem gellenden Pfeifkonzert die Münchner als Sieger. Der X-Press kann sich für die Niederlage am 2. Juni in Königsbrunn schadlos halten. Am 16. Juni kommt dann Burghausen um 17 Uhr nach Landsberg ins Sportzentrum. Beide Partien sind Interconference-Spiele mit der Bayernliga Süd.

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