Ganztagsschule kommt an

Die Schulen im Fuchstal im Allgemeinen und die offene Ganztagsschule (OGS) im Besonderen waren jüngst Thema im Gemeinderat. Arbeitsfortschritte im Diskussionskreis „Runder Tisch“ stellten die Räte Hartwig Metzger und Carmen Heilmann-Hagen vor. „Die schulische Ausbildung unserer Kinder hat einen hohen Stellenwert in der Gemeinde!“

Mit diesem Statement leitete Gemeinderat Metzger seinen Bericht über das bisher Erreichte des „Runden Tisches“ ein. Möglichst frühzeitig will das Gremium Probleme behandeln, die im schulischen Bereich auftreten können. In der Vergangenheit habe man immer wieder feststellen müssen, dass die Kommunikation unter den Beteiligten lahmte und manchmal sogar zu Missstimmungen führte. Deshalb bindet die Runde gezielt die betroffenen Schulen mit ein. Auch mit der Nachbargemeinde Denklingen stehe man im Kontakt. Hier sei man mit der Idee auf Begeisterung gestoßen. Von der Schülerbeförderung, der Evaluation der Lehrkräfte, über die Schulausstattung bis hin zur Planung der offenen Ganztagsschule reichte das Themenspektrum beim ersten Treffen im März 2009. Das Angebot der OGS werde gut angenommen, die Einbindung der Vereine in die Nachmittagsgestaltung folge nach und nach. Allerdings sei derzeit hauptsächlich die Hausaufgabenbetreuung im Fokus sowohl der Verantwortlichen als auch der Eltern. Man sei im Gespräch mit der Lehrerschaft, wie man hier ein vernünftiges System erhalten könne. Rätin Heilmann Hagen hob den bereits jetzt eintretenden Erfolg der Runde hervor. So habe sich der Kontakt zwischen den Grundschulen und der Gemeinde spürbar, die Stimmung insgesamt verbessert. Nach diesen Nachrichten fiel es den Räten nicht schwer, die Aufträge in Höhe von fast 40000 Euro für Ingenieursleistungen für den Anbau der Ganztagsschule zu genehmigen. Dissonanzen, gabe es, weil wieder einmal kein Ortsansässiger zum Zuge kam. Ärger mit Rauchern Diskussionsbedarf erforderte auch das leidige Thema „Rauchen“ rund um die Hauptschule. Bürgermeister Erwin Karg stellte unmissverständlich klar, dass das Rauchen Jugendlicher im öffentlichen Raum untersagt ist. Nicht nur die Gemeinde oder die Schule habe da eine Verpflichtung. „Wir hätten uns das früher nicht getraut!“ bemängelte er die Wegschaumentalität heutiger Erwachsener. „Wenn wir die Jugend- lichen regelmäßig darauf hin- weisen, vergeht ihnen irgendwann die Lust dazu“, forderte er leidenschaftlich.

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