Das Gartenjahr wird rosig – Gartenbauer widmen sich heuer der Rose

Viele sind sie, die Gartenfreunde aus dem Landkreis Landsberg. Fast 8000 Mitglieder hat der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege inzwischen, wie kürzlich auf der Jahreshauptversammlung zu vernehmen war. Mit seinen 37 Ortsvereinen stünde er damit an fünfter Stelle unter den oberbayerischen Kreisverbänden, be- richtete der 1. Vorsitzender Herbert Feyrsinger und meinte: „Wir können uns sehen lassen.“ Was den Gartlern letztes Jahr der Baum war und sie in vielen Veranstaltungen und Aktivitäten beschäftigt hat, ist dieses Jahr die Rose.

Trotz des Winterwetters fand sich immerhin schon eine Rose in der Dekoration, für die die Mitglieder des Gartenbauvereins Weil gesorgt hatten. Mehr von der „Königin der Blumen“ gab es noch nicht zu sehen – da hätte der Weiler Verein ökologisch gedacht, schließlich sei noch Winterzeit, lobte Geschäftsführerin Monika Seldlmaier, die die Blume dann aber ins Gespräch brachte. Sie stellte den Arbeitsplan des Kreisverbandes für 2009 vorstellte. „Rosen sind unerschöpflich“, sagte sie. So soll auch eine Ausstellung mit acht Plakaten erarbeitet werden, die beim Jahresschluss vorgestellt und dann 2010 zur der Landesgartenschau in Rosenheim reisen wird. Engagierte haben sich bereits zusammengetan und dafür einen Arbeitskreis gebildet. Demnächst, am 4. April, wird es eine Gartenpflegerfortbildung rund um die Rose geben. Zum Jahresthema steuerte auch Franz Schäufler, Weils 2. Bürgermeister, in seinem Grußwort das Passende bei: „Ärgere dich nicht, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern freue dich darüber, dass der Dornenstrauch Rosen trägt“, zitierte er einen unbekannten Rosenliebhaber. Schäufler informierte die Anwesenden über die zwei Gartenbauvereine in der Gemeinde – in Weil und Schwabhausen. Und da Weil mit vielen Kindern und Jugendlichen ein sehr junger Ort sei, ließen sich hier sicherlich viele Mitglieder für den Kreisverband „rekrutieren“. Grüße des Landkreises überbrachte Landratsstellvertreter Peter Ditsch. Er zeigte sich beeindruckt von den Verbands- aktivitäten, den „Ortsgruppen“ bescheinigte er ein lebendiges Vereinsleben – zum Beispiel durch die zahlreichen Kursangebote und Fortbildungen. „Mit ihrem Tun verbessern sie die Lebensqualität im Landkreis und werben für Umweltbewusstsein“, erklärte er. Die Blume in vielerlei Gestalt im Garten zu sehen und Wissenswertes über sie zu hören, gab es dann durch einen Experten: Johann Heindl aus Oberhaunstadt bei Ingolstadt hielt einen Diavortrag. „Rosen sind mein großes Hobby“, erklärte der 69-Jährige, der inzwischen fast 1800 Rosen besitzt. Jugendarbeit ausbauen „Wir sind zwar mittendrin, in den Aktivitäten fürs laufende Jahr, aber immer auch mit anderen Aufgaben, wie der Jugendarbeit beschäftigt“, sagte Vorsitzender Feyrsinger. Und Monika Sedlmaier verwies dazu auf die verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen in den Ortsvereinen und wie wichtig deren Tätigkeit sei, um junge Menschen für die Natur und den Garten zu begeistern. Freudig verkündete sie, dass unter den kürzlich 108 neu gewonnenen Mitgliedern sehr viele Kinder und Jugendliche seien. Engagierte Mitglieder des Kreisverbandes wurden, dem Jahresthema entsprechend, von der Vorstandschaft sogleich mit Büchern über Rosen beschenkt. Der Kreisverbandsausflug wird, wie Heinz Drott, der 2. Vorsitzende, ankündigte, diesmal im Juni nach Bamberg führen.

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