Geben wie die Sonne gibt

Zum Jahresempfang des Roten Kreuzes waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, den Verbänden und Schulen Landsbergs erschienen. In einem historischen Ausflug in die Gründungsjahre des Roten Kreuzes, beschwor Viktoria Horber, stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes Landsberg, den obersten Leitgedanken der Arbeit des RKs: die Menschlichkeit.

Der Jahresempfang fand am Vorabend des „Weltrotkreuztages“ im Landratsamt Landsberg statt. Der Tag, der jährlich um den 8. Mai, dem Geburtstag des Begründers der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, Henry Dunant, stattfindet, wird traditionell dazu genutzt, die Arbeit der Aktiven und hauptamtlichen Mitarbeiter zu präsentieren und zu würdigen. So konnten die geladenen Gäste erleben, wie 20 der rund 950 Aktiven und 150 haupt- und nebenberuflichen Mitarbeiter für ihre langjährige und verdienstvolle Mitarbeit geehrt und ausgezeichnet wurden. Landrat Walter Eichner brachte in seiner Laudatio seinen tief empfundenen Dank zum Ausdruck. Es sei diese unermüdliche Arbeit der Männer und Frauen, die ihm ein Gefühl der Sicherheit für die Bevölkerung des Kreises Landsberg gäben. Um einen Eindruck zu vermitteln, in welchen Bereichen sich das BRK Landsberg unter anderem engagiert, referierte Anton Huber, Geschäftsführer des Kreisverbandes über die Tage und Wochen des Einsatzes nach der Ankunft von 225 „DDR“-Flüchtlingen, die am Tag des Mauerfalls in Landsberg angekommen waren. Weitere Bereiche, die vorgestellt wurden, waren der Haitieinsatz einer DRK-Delegierten aus Landsberg (der Kreisbote berichtete), der Suchdienst sowie der Kleiderladen in der Katharinenstraße in Landsberg. Dabei erfuhren die Gäste, dass dieses relativ neue Modell der Kleidersammlung und des günstigen Verkaufs an Bedürftige so gut angenommen wurde, dass in der Kolpingstraße 36 in Kaufering ein weiterer Kleiderladen eröffnet werden konnte. Am Ende des Abends hatte die eingangs beschworene Menschlichkeit Gestalt angenommen. Die vielschichtige Arbeit des Roten Kreuzes, die der Menschlichkeit und der Uneigennützigkeit verpflichtet ist, mutet fast ein wenig anachronistisch an. Schließlich leben wir in einer Zeit, in der viele Menschen steigende Aktien als einziges Indiz für Wohlstand und Wohlergehen erachten. Doch mit den Bildern der Präsentationen über die Arbeit und die Gesichter der geehrten Menschen im Kopf, konnten die Gäste Walter Eichner sicherlich uneingeschränkt zustimmen: Das wahre Pfund, mit dem Landsberg wuchern kann, ist das Netz der Menschlichkeit, das das RK-Landsberg sehr fein und eng gesponnen hat. Zum Wohle aller Menschen.

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