Geheim und erstaunlich günstig – Spannung bei der Heizzentrale in Geltendorf

Die geplante Sanierung der Bahnhofstraße und die neue Heizungszentrale für den Wärmeverbund öffentlicher Gebäude waren zwei der Themen, die auf der diesjährigen Bürgerversammlung ausführlich behandelt wurden. Wie Bürgermeister Wilhelm Lehmann erklärte, gebe es in Sachen Heizungszentrale einen „erstaunlichen und kostengünstigen neuen Vorschlag“.

Nähere Einzelheiten wollte Lehmann allerdings noch nicht bekanntgeben, nur so viel: „Wir haben vielleicht den Stein der Weisen gefunden.“ Im November soll es zu diesem Thema eine Sondersitzung des Gemeinderates geben. Wie berichtet, stand die Gemeinde bisher vor der Alternative, für ihre wichtigsten kommunalen Gebäude entweder eine außerordentlich teure, aber erweiterungsfähige und im Unterhalt günstige Hackschnitzelheizung oder als so genannte Insel-Lösung eine wesentliche günstigere, aber im Unterhalt teurere Pelletsheizung zu installieren. Grund abtreten Ein in den nächsten beiden Jahren anstehendes Großprojekt ist der Ausbau der Bahnhofstraße, die eine neue Fahrbahn sowie einen kombinierten Geh- und Radweg erhalten soll. Hierfür ist eine Straßenbreite von neun Metern erforderlich. Die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Vermessung sollen in der nächsten Gemeinderatssitzung vorgestellt werden. Um den Radweg zu realisieren, werde die Gemeinde von einigen Anwohnern Grund ankaufen müssen, sagte Lehmann. Hier stünden unter Umständen schwierige Verhandlungen bevor. Im Zuge der Straßensanierung werden auch die Wasserleitungen neu verlegt und ein System für die Oberflächenentwässerung eingebracht, berichtete Lehmann – alles in einem ein Projekt von einer Million Euro. Noch sei nicht klar, ob eine halbseitige oder komplette Straßensperrung auf die Bürger zukomme. Im letzteren Fall müsste der Verkehr zum Bahnhof über Schwabhausen und Eresing umgeleitet werden, und das für eine Bauzeit von voraussichtlich einem dreiviertel Jahr. Dies, so Lehmann, wäre nicht nur für die Autofahrer, sondern auch für die Geschäfte an der Bahnhofstraße äußerst problematisch. Hässlicher Platz? Die Fragen der rund 50 anwesenden Bürger betrafen unter anderem den Lärmschutz an der Bahnhofstraße, die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Überwachung von Tempolimits. Auf die Frage, ob man bei der Straßensanierung Flüsterbelag verwenden werde, erwiderte Lehmann, dieser hätte bei den innerorts gefahrenen Geschwindigkeiten keine Auswirkung. Dass der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz „hässlich“ aussehe, wollte der Rathauschef nicht gelten lassen. „Im Vergleich zu vorher hat hier eine Verbesserung von 500 Prozent stattgefunden.“ Bepflanzungen habe man zwar angedacht, sie wären aber in Pflege und Unterhalt zu teuer gewesen. Zum Thema Temposünder erklärte Lehmann, dass die Gemeinde Geltendem demnächst dem Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung beitreten werde. Dann könnten wieder Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und Raser zur Kasse gebeten werden.

Meistgelesene Artikel

Aufprall auf Lkw

Buchloe/Landsberg – Ein Unfall auf der A96 bei Wiedergeltingen im Landkreis Unterallgäu hat am vergangenen Dienstag für einen 53-jährigen Autofahrer …
Aufprall auf Lkw

Der Entwurf steht

Landsberg – Die Hochwasserschutzmauern oberhalb der Karolinenbrücke sind 1913 erbaut worden – nach über hundert Jahren sind sie marode und müssen …
Der Entwurf steht

Vollgas auf eisiger Piste

Reichling – Frostiges Motorsportspektakel unter Flutlicht: Am Freitag, 20. Januar, richtet der MSC Reichling wieder die Zugspitzmeisterschaft im …
Vollgas auf eisiger Piste

Kommentare