Gelöste Stimmung am Kreisverkehr

Eine durchaus gelöste Stimmung herrschte vergangene Woche bei der offiziellen Eröffnung des neuen Kreisverkehrs im Süden Issings. Bürgermeister Konrad Welz zeigte sich sichtlich erleichtert, dass die Bauarbeiten trotz schlechter Witterung in einer „Rekordbauzeit“ von nur zwei Monaten über die Bühne gegangen sind. Auf rund 250000 Euro beläuft sich die Baumaßnahme, für die die Gemeinde Vilgertshofen einen großzügigen staatlichen Zuschuss von 80 Prozent erhält.

Die deutliche Zunahme der Unfälle, teils mit tödlichem Ausgang, die nach der Fertigstellung der Ortsumfahrung von Issing im Jahre 1995 an der Kreuzung festzustellen war, hatte die Gemeinde Vilgertshofen veranlasst, nach einer geeigneten Lösung zu suchen. „Der Ausbauzustand an dieser Stelle war dem überörtlichen Verkehr entlang der Staatsstraße Landsberg-Weilheim nicht mehr gewachsen“, erklärte Bürgermeister Konrad Welz. Neben dem bautechnischen Zustand seien es vor allem aber die verkehrsrechtlichen Vorfahrtsregelungen gewesen, die bei vielen Verkehrsteilnehmern zu Irritationen und Unfällen geführt hätten, so Welz. Bei den Lösungsansätzen, gestand der Rathauschef, seien sich das Staatliche Bauamt Weilheim und die Gemeinde „lange Zeit nicht immer ganz einig“ gewesen. Zu unterschiedlich waren die Vorstellungen der Behörden. Bereits seit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Issing in den Jahren 2007 und 2008 habe sich die Gemeinde jedoch zusammen mit dem Friedberger Ingenieurbüro Hyna „in einer Art Schubladenplanung mit diesem Kreisverkehr befasst“, so der Rathauschef. Erst durch die Teilnahme an dem Förderprogramm „Staatsstraßenumfahrungen in kommunaler Sonderbaulast“, im Zuge dessen sich die Gemeinde bereit erklärt hatte, als Bauherr aufzutreten, rückte eine Realisierung der Planungen in greifbare Nähe. Nach einer Bearbeitungszeit von nur vier Wochen hatte die Gemeinde im September 2009 die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn erhalten, verbunden mit der Zusage eines staatlichen Zuschusses von 80 Prozent der Baukosten, die sich auf rund 250000 Euro belaufen. Ein Glücksfall „Diese Lösung ist eine sehr, sehr gute Lösung geworden“, betonte auch Günther Grafwallner, Leiter des Staatlichen Bauamtes in Weilheim, der für Staatsstraßen zuständigen Behörde. Das Amt habe die Gemeinde gut unterstützen und beraten können. Dass Vilgertshofen bei dem Förderprogramm, für das sich über 100 Gemeinden beworben hatten, zum Zuge gekommen ist, sei durchaus ein Glücksfall gewesen. Für den in diesem Jahr geplanten Deckenbelag an der Ortsumfahrung Issing hatte Grafwallner allerdings keine guten Nachrichten: „Die Mittel im Staatsstraßenhaushalt sind so gering, dass wir die Maßnahme verschieben müssen.“ Aber für nächstes Jahr versprach Grafwallner, sei sie „gebongt“. Landrat Walter Eichner nutzte als „Unbeteiligter“ die offizielle Verkehrsfreigabe, um Grafwallner, noch Tipps für weitere neuralgische Kreuzungspunkte im Landkreis mit auf den Weg zu geben. „Falls Sie eine Stoffsammlung brauchen, da stehe ich ihnen gerne zur Verfügung.“

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