Klassische Geltendorfer Themen

"Die Nerven liegen blank"

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Die Beplanzung am Rand der Pfarrer-Unsin-Straße soll entfernt werden, um dem Winterdienst das Durchkommen zu ermöglichen. Derzeit verengen parkende Autos die Fahrbahn massiv.

Geltendorf – Feuerwehrhaus, Bürgerhaus, Bahnhofstraße – die klassischen Geltendorfer Themen fehlten auch bei der diesjährigen Bürgerversammlung nicht. Rund 90 Interessierte waren dazu ins Gasthaus Alter Wirt gekommen.

Warum die Anwohner der Bahnhofstraße Parkplätze bezahlen müssen, die hauptsächlich von Pendlern genutzt werden, lautete eine empörte Frage. Gerade in Bahnhofsnähe seien im Zuge der Straßensanierung 20 neue Stellplätze entstanden, hier würde eine kleine Gruppe von Anliegern überproportional herangezogen. Bürgermeister Willi Lehmann (CSU) konnte die Bürger beruhigen. Tatsächlich werde ein Teil der Kosten auf die Anwohner umgelegt, doch entfalle auf jeden prozentual der gleichen Anteil. „Man muss nicht das bezahlen, was vor dem eigenen Haus liegt.“

Franz Hummel wollte wissen, ob die Isolierung unterhalb des Bürgerhausdaches getrocknet worden sei, nachdem es ins Gebäude hinein geregnet hatte. Der Unterbau des Daches sei trocken, erwiderte Lehmann. Die alten Dachplatten, die noch immer neben dem Gebäude gelagert sind, würden demnächst entsorgt. Zwei Interessenten, die das Material noch hätten verwenden wollen, seien abgesprungen.

Fünf Jahre ist es her, dass die Gemeinde das Grundstück für das neue Feuerwehrhaus erworben hat, doch die Planung des Gebäudes ist noch immer nicht abgeschlossen. „Inzwischen liegen die Nerven blank“, sagte Feuerwehrmann Werner Goldbrunner und wollte wissen, ob die Gemeinde sich einen Termin gesetzt habe für die Entscheidung, was wann gebaut werden soll. „Nein“, antwortete Bürgermeister Leh-mann unumwunden. Das Architekturbüro habe kürzlich neue Vorschläge und Berechnungen vorgelegt, die nun in den Fraktionen und dann im Gesamtgemeinderat diskutiert würden.

Franz Hummel ergriff die Gelegenheit, wieder einmal gegen den Standort des Gebäudes im Westen der Ortschaft zu opponieren. Das Feuerwehrhaus gehöre in den Osten, um von dort aus auch die Ortsteile mitzubetreuen. Diese würden aufgrund des demographischen Wandels bald keine eigenen Feuerwehren mehr haben. Daraufhin forderte Altbürgermeister Anton Reiser, solche Äußerungen zu unterlassen. „Damit sägt man an der Feuerwehr.“

Einige Anwohner der Pfarrer-Unsin-Straße beschäftigte das Thema Winterdienst. Der hat nämlich zunehmend Probleme, in der schmalen Straße zwischen geparkten Fahrzeugen durchzukommen. Die Gemeinde will deshalb entweder die Bepflanzung auf den Grünstreifen entfernen, während der Wintermonate ein absolutes Halteverbot verhängen, oder den Winterdienst einstellen. „Ein Großteil der Anwohner hat sich dafür ausgesprochen, die Sträucher zu entfernen“, berichtete Lehmann. Gisela Zachau ist gegen dieses Vorgehen und bat darum, einen kleineren Schneepflug einzusetzen. Außerdem seien auf jedem Grundstück eine Garage und ein Stellplatz vorhanden, so dass eigentlich kein Auto an der Straße parken müsste. 

Wann die Postfiliale aus dem Container in ein Geschäft umzieht, wollte ein Bürger wissen. Lehmann erklärte, hierfür gebe es noch keinen Termin. „Der Container ist für die Post die teuerste Lösung und soll nur vorübergehend sein. Aber es hat sich noch kein Geschäft gefunden, dass die Post bei sich aufnehmen will.“ Ulrike Osman

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