Viele Gedanken machen

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Im Wiesenweg ist demnächst eine Kanalbefahrung nötig – dafür sind 30000 Euro im Haushalt veranschlagt.

Apfeldorf – In der Gemeinde Apfeldorf gibt es heuer wieder einige Investitionen zu tätigen: Der zweite Bauabschnitt des Wohngebietes am Esele, die Mehrzweckhalle und Kanalreparaturen gehören dazu. Dies sieht der erste Entwurf des diesjährigen Haushaltsplanes vor.

Als positive Aspekte des Haushaltsentwurfs führte Manfred Lieb (Vorsitzender Rechnungsprüfungsausschuss) zum einen die Schlüsselzuweisung in Höhe von 240616 Euro an, zum anderen die erwartete Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt in Höhe von 123860 Euro. „Das ist ein schöner Betrag für eine Gemeinde unserer Größenordnung“, so Lieb. An Gewerbesteuereinnahmen erwartet die Ge-meinde heuer rund 80000 Euro. Dies ist ein deutliches Plus im Vergleich zu den 22256 vom Vorjahr – was aber auf eine Rückzahlung an den Energieversorger E.on zurückzuführen ist. Die Gemeinde Apfeldorf musste im letzten Jahr insgesamt rund 110000 Euro (inklusive sechs Prozent Verzinsung) an Gewerbesteuerrückzahlung an die E.on leisten: „Dieser Betrag fiel jedoch für mehrere Jahre zusammen an“, erklärte Bürgermeister Georg Epple. Investieren will die Gemeinde heuer wieder in die Mehrzweckhalle: Insgesamt sind 85000 Euro für das Auswechseln der Fenster an der Westseite, für Isolierung und für das Behinderten-WC vorgesehen. Außerdem sollen für 15000 Euro Tische und Stühle für die Halle angeschafft werden. Ebenso wird die Gemeinde für Erschließungsmaßnahmen im Baugebiet am Esele Geld in die Hand nehmen müssen. Das diesbezügliche Angebot der Firma Strommer, das der Gemeinderat in der Sitzung angenommen hat, beträgt 237206 Euro. Die Firma aus Schongau hatte bei der beschränkten Ausschreibung für die Erschließung den günstigsten Preis angeboten. „Insgesamt sind neun Firmen angeschrieben worden, und acht haben ein Angebot abgegeben“, erklärte der zuständige Ingenieur Max Lang in der Sitzung. „Die Preisspanne war sehr groß: Sie lag zwischen 237206 Euro und rund 334000 Euro“, erläuterte Epple. Handlungsbedarf sieht die Gemeinde am Wiesenweg und an der Pumpstation: Hier sind Kanalbefahrungen und Reparaturen nötig, wofür heuer insgesamt rund 30000 Euro in den Haushalt eingeplant werden müssen. Gedanken muss sich der Gemeinderat auch machen, welche Maßnahmen in Sachen Landjugendheim getroffen werden sollten und ob auch hierfür noch Geld in den Etat aufgenommen werden muss: Die Räume für die jungen Leute seien in einem schlechten Zustand und würden nicht mehr den heutigen Erwartungen entsprechen, berichtete Epple in der Sitzung. Vor allem seien die Räumlichkeiten von Schimmel befallen. „Das erschwert die Aktionen der Landjugend – wir sollten uns daher darüber Gedanken machen.“ Der Haushalt, der momentan ein Volumen von gut zwei Millionen Euro umfasst, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet.

Manuela Schmid

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