"Den Sack endlich zumachen"

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Wann an der Türkenfelder Straße das neue Feuerwehrhaus stehen und wie es aussehen wird, ist nach wie vor unklar. In der kommenden Woche soll das Thema erneut im Gemeinderat behandelt werden.

Geltendorf – Das neue Feuerwehrhaus wird sich innerhalb des vom Gemeinderat vorgegebenen Kostenrahmens von 2,4 Millionen Euro nicht realisieren lassen. Diese Bilanz zog Geschäftsstellenleiter Florian Hänle nach einem Vergleich verschiedener Bauausführungen.

Selbst wenn die nächsten Verfahrensschritte zügig vonstatten gehen, könne man frühestens in neun Monaten die Ausschreibung durchführen, rechnete Hänle vor. Zuvor müsse der Bebauungsplan genehmigt und die Eingabeplanung erstellt werden, dann vergehe voraussichtlich ein weiterer Monat bis zum Vorliegen der Baugenehmigung.

In dieser Zeit rechnet Geschäftsstellenleiter Hänle mit Preissteigerungen von zwei Prozent, außerdem bringe die neue Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ein weiteres Kostenplus mit sich. „Auch 2,5 Millionen Euro werden nicht zu halten sein.“ Noch ist aber gar nicht klar, welche der möglichen Varianten der Gemeinderat realisieren will. 

e nachdem, ob das Gebäude mit Flachdach, Satteldach oder Wellendach gebaut wird, variieren sowohl die Baukosten als auch die zur Verfügung stehende Nutzfläche. Die Ausführung mit Wellendach wäre offenbar rund 150000 Euro teurer. Sie würde im Obergeschoss eine Galerie sowie Technik- und Lagerräume ermöglichen, die bei der etwa 350 Quadratmeter kleineren Flachdach-Version entfallen.

„Je mehr umbauter Raum vorhanden ist, desto teurer wird ein Gebäude“, so Hänle. Bei der Wellendach-Variante wären auch die Außenanlagen teurer, da hier der Parkplatz am Hang gebaut würde. Der Unterschied macht laut Hänle 200000 Euro aus. Wird das neue Feuerwehrhaus mit einem Flachdach errichtet, dann würde der Parkplatz vorne an der Straße angelegt.

„Wir müssen nochmal mit der Feuerwehr reden“, forderte Thomas Dietsch (FB). Er sieht die Planung „auf der Zielgeraden“, will aber sichergehen, dass nicht an der falschen Stelle gespart wird. „Ein Flachdach hat keinen Dachüberstand, auch nicht Richtung Tore“, warnte er. Man drehe sich im Kreis, kritisierte Josef Weiß (CSU).

„Wir sparen und kürzen, aber was wir einsparen, nehmen die Preissteigerungen wieder weg.“ Auch Fraktionskollege Christian Engelstädter wünschte sich, „dass wir endlich den Sack zumachen“. Ein weiteres Gespräch mit der Feuerwehr sei bereits anberaumt, erklärte Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU). Auch zur nächsten Bauausschusssitzung sollen Feuerwehrvertreter eingeladen werden, bevor das Thema am 5. Dezember wieder in den Gemeinderat kommt.

Ulrike Osman

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