Gemeinsam für die gute Pflege

In diesen Tagen feiert der Arbeitskreis Professionelle Ambulante Pflege, kurz PAP, sein zweijähriges Bestehen. Im Mai 2007 gegründet, umfasst er einen großen Teil der ambulanten Pflegedienste im Landkreis Landsberg und hat es sich zum Ziel gesetzt, ihnen das zu geben, was sie nicht haben: eine Lobby.

„Uns geht es um den Austausch untereinander und um das gemeinsame Auftreten nach außen, zum Beispiel gegenüber Ärzten und Krankenkassen“, erklärt Arbeitskreissprecherin Beate Gürster. Außerdem werden gemeinsame Fortbildungen zu Themen wie Depressionen im Alter, Pflege von Schmerzpatienten, Diabetes oder auch dem Umgang mit Sterben und Tod organisiert. Der noch junge Arbeitskreis pflegt intensive Kontakte zu Kliniken, Sozialdiensten, Tagespflegestätten, Senioren-WG und anderen Betreuungseinrichtungen. PAP umfasst im Moment acht Pflegedienste, die im Fuchstal sowie in Dießen, Schondorf, Kaufering, Untermeitingen, Issing und Unterostendorf beheimatet sind. Von den großen Wohlfahrtsverbänden ist allerdings nur die ambulante Kranken- und Altenpflege der AWO Dießen mit von der Partie. Konkurrenzdenken gebe es innerhalb des Arbeitskreises nicht, vielmehr profitiere jeder vom Input des anderen. Alle sechs Wochen trifft man sich im Landsberger Landratsamt zum Informations- und Erfahrungsaustausch, plant gemeinsame Maßnahmen und bringt sich auf den neusten Stand. Ein Ziel der Öffentlichkeitsarbeit von PAP ist es, dem Pflegeberuf zu seinem verdienten Ansehen zu verhelfen und Vorurteile aus der Welt zu schaffen. „Professionelle Pflege basiert auf einer dreijährigen Ausbildung, die mit Staatsexamen abgeschlossen wird, und kann nicht von Laien geleistet werden“, betont Gürster. Auch zieht PAP gegen den weit verbreiteten Irrtum zu Felde, private Pflegedienste seien teurer als das Angebot der paritätischen Wohlfahrtsverbände. Gürster: „Die Preise werden von den Pflegekassen festgelegt und sind für alle gleich.“

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