Mit Handwerk alle Wege offen

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So sehen die Sieger der verschiedenen Handwerker-Innungen aus. Vertreter aus Kommunalpolitik, der Kreishandwerkerschaft und der Banken gratulierten.

Landsberg – Zweimal im Jahr verabschieden die Berufsschule und die Kreishandwerkerschaft Lehrlinge und Absolventen. Kürzlich nahmen 199 junge Leute ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse entgegen – und dazu viele Glückwünsche von Vertretern aus Politik und Handwerk, die zur Freisprechungsfeier in die Aula der Berufsschule gekommen waren.

Kreishandwerksmeister Michael Riedle will, dass die Auzubildenden an diesem Tag im Mittelpunkt stehen. Deshalb hält er vom Rednerpult aus keine Monologe, sondern „Dialog-Ansprachen“, für die er sich einzelne Absolventen herauspickt. Dieses Mal interviewte er Fabian Eglhofer von der gleichnamigen Traditions-Schreinerei in Epfach, der in vierter Generation den Beruf erlernt hat und überzeugter Handwerker ist.

Riedle würde sich wünschen, dass Eglhofer ein Vorbild für andere sein könnte – dass alle Lehrlinge ihre Ausbildung fertig machen und dem Betrieb anschließend für einige Jahre treu bleiben. Inzwischen steigen die Ausbildungszahlen im Handwerk zwar – nach aktuellsten Statistiken um 17 Prozent –, doch nachhaltig ist das Wachstum nur, wenn nicht zu viele Abbrecher darunter sind. „Viele haben erkannt, dass nach einer erfolgreichen Ausbildung im Handwerk alle Wege offen stehen“, so Riedle. „Man kann seinen Meister machen oder fachbezogen studieren, und viele tun das auch.“

Bei der Freisprechungsfeier standen jedoch für die meisten Teilnehmer weniger die Zukunftspläne im Mittelpunkt als vielmehr die Freude über das Erreichte. Landrat Thomas Eichinger und Bürgermeisterin Doris Baumgartl überbrachten die Glückwünsche von Stadt und Landkreis. Schulleiter Dietmar Bauer gratulierte den Absolventen zu den vielfältigen Kompetenzen und dem „hervorragenden Fundament“, das sie in ihrer Ausbildung erworben hätten. Vize-Kreishandwerksmeister Wolfgang Zeit mischte ein paar mahnende Töne in seine Ansprache. Der Erfolg bleibe einem nicht automatisch treu, sondern verlange kontinuierliches Bemühen.

An den diesjährigen Gesellen- und Abschlussprüfungen im Handwerk beteiligten sich insgesamt 70 Lehrlinge. Zahlmäßig am stärksten vertreten waren die Schreiner mit 25 und die Zimmerer mit 23 Absolventen, 14 davon aus dem Landkreis Starnberg. Der große Rest der Prüflinge verteilte sich in erster Linie auf kaufmännische und gewerblich-technische Berufe. Die besonders erfolgreichen Absolventen wurden mit Besten- und Staatspreisen belohnt, eine besondere Ehrung gab es außerdem für die Innungssieger.

Ulrike Osman

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