Gewächshaus verlagert – südlich vom Schloss Unterdießen darf gebaut werden

Über einen weiteren Bauantrag der Firma Robert Schmid GmbH hat der Gemeinderat vergangene Woche entschieden. Die Firma hatte beantragt, das auf der Nordseite des Schlossgeländes geplante Gewächshaus auf die Südseite an die Kreisstraße zu verlagern. Die Ratsmitglieder sprachen sie ohne Gegenstimme dafür aus.

Die Besichtigung der Außenanlagen überzeugte die Gemeinderäte und Bürgermeister Dietmar Loose von der Sinnhaftigkeit dieser Veränderung. Allerdings müsse die Verkehrssituation an dieser Stelle geklärt werden. Robert Schmid wies darauf hin, dass mit dieser Umplanung auch der zukünftige Hofladen nun auf die nördliche Seite des Schlossareals verlagert würde. Hier bestünden bessere Parkmöglichkeiten für die Kunden. Vor allem sei die Gefahr gebannt, dass deren Kinder über die stark befahrene Straße laufen, wenn sie die Tiere besichtigen wollten. Der Antrag der Familie Echtler ein eigenes Betriebsleiterhaus an die bestehenden Garagen anzubauen, veranlasste Gemeinderat Christian Robert Foris ein flammendes Plädoyer für die heimische Landwirtschaft zu halten. Es sei heute nicht einfach für die Bauern einen geeigneten Hofnachfolger zu finden. „Die Gemeinde muss hier ein Signal setzen und diesen Schritt unterstützen“, sagte er engagiert. Bürgermeister Loose gab augenzwin- kernd zu bedenken, die Gemeinde wachse durch potenziellen Nachwuchs in der Familie des neuen Betriebsleiters. Das Wachstum der Gemeinde sei in den letzten Jahren ohnehin gut vorangekommen. Jetzt müsse man allerdings vorsichtiger rechnen, vielleicht 1,5 Prozent jährlich. Die Siedlungsentwicklung werde entsprechend gebremst vorangehen, mit 40 bis 60 neuen Wohneinheiten in den kommenden Jahren. Das Gemeindeoberhaupt stellte die neuen Bodenrichtwerte vor und führte weiter aus: „Die Zahlen für die Gemeinde Unterdießen, zusammen mit Fuchstal und Denklingen, bewegen sich fast am Schluss im Landkreis.“ Unterdießen mit 130 Euro, Oberdießen 120 und Dornstetten mit 105 Euro pro Quadratmeter Grund seien im Wert eher gesunken, im Gegensatz zu den Ge- meinden jenseits des Lechs, die eine Wertsteigerung ihrer Grundstücke um bis zu fünf Euro pro Quadratmeter verzeichnen könnten. Nach wie vor ist eine gute Verkehrs-anbindung für Menschen entscheidend, wo im ländlichen Raum sie sich niederlassen wollen. Gemeinden entlang der A96 beziehungsweise der Bahnlinie nach München hätten die besten Zahlen.

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