Glückliches Ende für Flori

Flori mit einem „Wacken“-Plakat: Auf das große Open Air Festival im August freut er sich schon seit Langem. Foto: Schmid

Endlich ist es soweit: Für Florian Scheid kann jetzt das „ganz normale Leben“ wieder beginnen. Nach einer erfolgreichen Knochenmarkspende freut sich der Denklinger auf den ganz normalen Alltag – und ein Heavy Metal Festival.

Der Jugendliche, der durch eine Stammzelltransplantation den Krebs besiegen konnte, hat es nun geschafft: Die Ärzte entfernten kürzlich in einer Operation seinen „Hicki“ (Hickman- Katheter). Das bedeutet für Flori „ein Riesenstück mehr Leben, Gesundheit und vor allem Freiheit“ bedeutet, wie er selbst sagt. Denn der überglückliche Junge kann nun sein Leben so gut wie ohne Einschränkungen fortführen. Besonders freut er sich, dass er jetzt wieder raus ins Freie gehen, mit seinen Freunden was unternehmen, Radl fahren, Schwimmen und Sport treiben kann – eben all das, was seine Altersgenossen auch machen. „Alles, was er sich zutraut, darf er nun wieder tun“, freut sich Mutter Claudia Scheid. Und selbst seine geliebte Zwiebelmettwurst darf der Junge mit seinem neu gewonnenen Immunsystem jetzt wieder essen: „Im Moment gibt es für ihn fast nichts anderes mehr als Zwiebelmettwurst“, lacht sie. Seit kurzem geht der 15-Jährige wieder in die Schule. „Ich hätte nie gedacht, dass man sich so schrecklich auf die Schule freuen kann“, schmunzelt Flori. Noch viel, viel mehr als auf die Schule freut er sich aber auf den August: Dann darf er sich nämlich seinen allergrößten Traum erfüllen und das Wacken-Konzert, das weltweit größte Heavy Metal-Open Air, live miterleben. Seinen „Hicki“ hat Flori kürzlich zusammen mit Freunden und Verwandten „auf Nimmerwiederehen“ ins All geschickt – in einem großen, mit Helium gefüllten Luftballon. Begleitet wurde die Fracht von 15 kleineren Luftballons, die seine Freunde und Verwandten zeitgleich mit in den weißblauen Himmel über Denklingen aufsteigen ließen. Die Familie Scheid und mit ihr die Beteiligten der Initiative „Flori will leben“ sagen allen ein herzliches „Vergelt´s Gott“, die an dem glücklichen Ausgang Anteil hatten. Initiator Andreas Braunegger richtet seinen Dank an alle Beteiligten, an alle Blutabnehmer, Ärzte, Helfer und natürlich die vielen Blut- sowie sonstigen Spender. „Wir sind überglücklich und freuen uns über das gute Ende der schrecklichen Geschichte“, so Braunegger.

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