Grandioser Sieg

Furioser Sieg: Beim Extrem-Berglauf kämpfte sich Ildiko Wermescher an die Spitze. Foto: privat

Trotz Krämpfen vorne mit dabei: Kürzlich hat Ildiko Wermescher von der FT-Jahn Landsberg den Zugspitz-Ultratrail gewonnen – in nur 14:09 Stunden lief sie die exakt 100 Kilometer. Auch Michi Hartmann beendete den extremen Lauf und wurde 24. bei den Männern.

Als eine der schönsten Trailrunning-Strecken im gesamten Alpenraum wird der Zugspitz- Ultratrail, der genau 100 km umfasst, bezeichnet. Diesen schweren und höchst anspruchsvollen Lauf haben sich vor Kurzem ca. 450 Sportler aus 31 Nationen als große Herausforderung vorgenommen. 5420 Höhenmeter hieß es zu überwinden. Bei diesem Extrem-Lauf, wird die Zugspitze (2962 Meter Höhe) umrundet, zugleich aber auch das Wettersteingebirge umlaufen. Nach dem Start in Grainau führte der steinige Weg über spektakuläre Streckenabschnitte zu Füßen der Waxensteine, der Zugspitz-Nordwestwand, dem Gatterl und Scharnitzjoch (höchster Punkt), am Ferchensee oder den Osterfeldern unterhalb der Alpspitze entlang zurück nach Grainau. Einen nahezu furiosen Sieg und somit den 1. Platz aller Frauen erzielte hier die FT Jahn Langstreckenläuferin Ildiko Wermescher. Die gebürtige Ungarin bewältigte die Strecke in sagenhaften 14:09 Stunden. Revue passierend berichtete die ehrgeizige Sportlerin, dass die großen matschigen Schnee- und Geröllfelder kräftezehrend gewesen seien, da man dort nur zu leicht zum Sturz kommen konnte. Allenfalls klagte Wermescher über Wadenkrämpfe, welche sie bis zu Kilometer 92 plagten und sie deshalb hinter der später zweitplatzierten Andrea Calmbach herlief. Auf den letzten acht Kilometern allerdings setzte sie sich noch entscheidend ab. Auch Michi Hartmann, ebenfalls Jahn-Mitglied, nahm an diesem Extrem-Berglauf teil. Bei einem Sturz erlitt er schmerzhafte Schulter- und Knieverletzungen und verließ kurzzeitig das Rennen, um ärztlich betreut zu werden. Mit dem bekannten „Biss“ aller Langstreckenläufer aber kämpfte er sich vorwärts und wenn auch seine Stirnlampe zum Einsatz kam, erreichte er nach 17:56 Stunden immer noch als 24. Mann das Ziel. Über 80 Personen aber mussten aus den verschiedensten Gründen aussteigen, 277 Männer und 22 Frauen kamen im Ziel an.

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